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Langenfeld
Junge Erstwähler fühlen Lokalpolitikern auf den Zahn

Langenfeld: Junge Erstwähler fühlen Lokalpolitikern auf den Zahn
Lena und Lukas moderierten die Podiumsdiskussion mit Vertretern der Ratsfraktionen in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. FOTO: Staschik
Langenfeld. "Wo steht Langenfeld in sechs Jahren?", "Was wollen sie für Schulen und besondere das KAG tun?" "Was tun sie, um das Zentrum attraktiver für Jugendliche zu machen?" - das waren nur wenige der zahlreichen Fragen, denen sich die Bürgermeisterkandidaten Frank Schneider (CDU), Günther Herweg (Grüne) und Frank Noack (FDP) sowie Heike Lützenkirchen (SPD und Felix Freitag (BGL) gestern in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums stellten. Von Jim Decker

Rund 200 Schüler aus der zehnten Klasse und den Sozialwissenschafts-Leistungskursen waren gekommen, um den Politikern auf den Zahn zu fühlen.

Dominierende Themen waren neben der Schulpolitik vor allem Umwelt und Freizeit. Punkten konnte FDP-Ratsherr Noack bei den schulpolitischen Fragen vor allem mit der Forderung nach einem Zaun um das KAG-Gelände, der vor Vandalismus schützen soll. Auch für die Forderung nach einer größeren Aula erntete Noack viel Zustimmung, auch wenn Schüler Can kommentierte: "Ob die uns wirklich eine neue Aula bauen? Nö, das glaube ich nicht." Weniger punkten konnte SPD-Frau Lützenkirchen mit der Forderung nach mehr Schulsozialarbeitern.

Organisiert hatte die Veranstaltung Schülerin Lena Stache (16). "Ich bin selbst politisch interessiert", sagt sie. Da habe es nahe gelegen, so eine Veranstaltung für die erstwählenden Schüler auf die Beine zu stellen. Der Umgang mit der jungen Wählerschaft fiel den Volksvertretern nicht immer leicht. Besonders einige nicht enden wollende Ausführungen von Schneider und Noack mussten die Moderatoren Lena und Lukas immer wieder unterbrechen. "Bitte halten sie sich klar und kurz", so ihre Mahnung.

Die durchweg aufmerksamen und interessierten Schüler schafften es immer wieder, spannende Kontroversen unter den Kandidaten auszulösen. So musste CDU-Mann Schneider seine Aussage, an Angeboten für Jugendliche gebe es "nichts zu verbessern", zumindest teilweise revidieren. Für seine flapsige Aussage, die Fläche an den Locher Wiesen sei eine "Hundekackewiese", erntete er einige Lacher.

Als "Tagessieger" unter den Kandidaten durfte sich der Bürgermeister fühlen. So sagte Benjamin Theuerkorn (17): "Schneider hat sich auch gegen die anderen aufgelehnt und nicht immer nur zugestimmt." Mitunter giftige Wortgefechte gab es zu den Themen Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg und Gewerbesteuer.

Quelle: RP
 
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