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Langenfeld
Junge Frau bekommt nachts keine Taxi-Reservierung

Langenfeld. Die Taxizentrale in Langenfeld hat die frühzeitige Reservierung einer Bahnreisenden verweigert. Von Heike Schoog

Es ist später Samstagabend. Die 24-jährige junge Langenfelderin (Name ist der Redaktion bekannt) steigt mit ihrer Freundin am Hansaring in Köln in die S-Bahn Richtung Langenfeld-Berghausen. Damit die Weiterfahrt vom S-Bahnhof aus gesichert ist, ruft sie die Taxizentrale in Langenfeld an, um einen Wagen zu bestellen. Geplante Ankunftszeit mit der S-Bahn: 23.38 Uhr. Doch entgegen ihre Erwartungen reagiert der Mitarbeiter der Taxizentrale ungehalten. Sie möge doch bitte fünf Minuten vor Eintreffen am S-Bahnhof noch einmal anrufen. Er würde keine Reservierung annehmen. "Ich war völlig perplex, fast schon schockiert", sagt die junge Frau, die nicht gern nachts vor dem S-Bahnhof wartet. "Ich habe dann gleich ein anderes Taxiunternehmen angewählt", beschreibt sie ihr Vorgehen. Das dann auch zusagte und zur verabredeten Zeit vor dem Bahnhof stand. Mit der Taxizentrale habe sie schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht, sagt sie verärgert. Eine Beschwerde habe nichts gebracht. Lediglich ein freundliches "Tut uns leid".

Bei der Taxizentrale Langenfeld/ Monheim, wertet man dies als eine absolute Ausnahme. Es sei durchaus üblich, dass Taxen Wochen, Tage und auch Stunden vor dem Termin bestellt werden können, hieß es. Nur in der Silvesternacht oder zu Karneval könnte es schon mal eng werden. Seinen Namen wollte der Sprecher der Zentrale nicht nennen. Anders bei Taxi Mehdi, das die 24-Jährige schließlich nach Hause brachte. "Wir haben nur ein konzessioniertes Taxi", sagt Sascha Powroznik, "und kooperieren mit zehn Mietwagen". Er beschreibt die Firma eher als klein, im Gegensatz zur Taxizentrale, zu der insgesamt 31 konzessionierte Fahrzeuge gehören.

Konzessionen erteilt die Führerscheinstelle des Kreises Mettmann. Von dort wird die damit verbundene Beförderungspflicht überwacht. "Diese gilt an Taxi-Ständen, wenn Fahrgäste zusteigen", sagt Leiterin Brigitte Heinz. Auch Reservierungen müssten angenommen, wenn Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Ansonsten droht ein Bußgeld.

Quelle: RP
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