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Monheim
Juristin informiert über Frustthema Elternunterhalt

Monheim. Als ein Thema "mit dem höchsten Frustfaktor" bezeichnet die Juristin Ingeborg Heinze den so genannten Elternunterhalt. Sie informierte hierzu rund 60 Zuhörer auf Einladung des KKV (Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung). Im Pfarrer-Franz-Boehm-Haus nahm die Referentin kein Blatt vor den Mund. Anhand einer Beispielfamilie schilderte sie, wie man sich im Fall eines Pflegebedürftigen verhalten muss.

"Bei einem Heimunterhalt muss grundsätzlich jeder zuerst aus den eigenen Mitteln versuchen, die Pflege zu finanzieren", erklärte Heinze. "Lediglich ein Schonvermögen bleibt." Nur bei Feststellung einer Pflegestufe I - III sei die gesetzliche Pflegeversicherung verpflichtet, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Selbst ein Ehepaar mit zwei guten Renten müsse für die stationäre Unterbringung in Pflegestufe III auf die Ersparnisse zurückgreifen oder gar die eigene Immobilie belasten. Bei absehbar notwendiger Pflege sollte ein Fachanwalt aufgesucht werden. Dass die Kinder bei späteren Forderungen des Sozialamtes gläsern werden, führe oft zu Spannungen unter den Geschwistern. Heinze riet zu einer privaten Pflegeversicherung, um die Chance zu haben, die eigene Immobilie zu retten. Zudem empfahl sie eine so genannte Bestattungsvorsorge (keine Sterbeversicherung). Ihr Fazit: "Sie können alle zehn Jahre verschenken, was Sie wollen, aber übertragen Sie nie das Haus, in dem Sie selber wohnen!"

(reim)
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