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Monheim/Düsseldorf
Kämpen-Aufräumer finden Fahrrad und Autoreifen

Monheim/Düsseldorf. Bei sonnigem Spätwinter-Wetter nehmen mehr als 130 Freiwillige an der Säuberung von Rheinufer und Aue teil. Von Maximilian Krone

Bereits eine Stunde nach offiziellem Beginn der Kämpenreinigung war der erste große Müllcontainer voll. "Wir rechnen auch in diesem Jahr wieder mit mehr als 50 Kubikmeter Müll", sagt Torsten Winter vom Allgemeinen Bürgerverein Urdenbach (ABVU) der am Samstag mit dem Baumberger Allgemeinen Bürgerverein (BAB) die jährliche Aufräum-Aktion unternahm. Gesammelt wurde wie immer in kleinen Gruppen. Während die Freiwilligen aus Urdenbach an Piels Loch loslegten, starteten die Baumberger am anderen Ende der Kämpe. Auch diese 50 teilten sich in Kleingruppen auf.

"Insgesamt haben wir fünf Sammelgruppen, die etwa die Gegend rund um den Campingplatz und den Fähranleger säubern", erklärt Markus Gronauer vom BAB. Einer Gruppe kam dabei eine besondere Aufgabe zu. "Sie ist rund um die Autobahnzufahrt unterwegs." Dort sammele sich viel Müll, da viele Besucher eines nahegelegen Fastfood-Restaurants ihre Plastikverpackungen einfach aus dem Auto würfen. Auch auf der Landstraße zwischen Urdenbach und Baumberg wurden bis zum Mittag die Straßengräben fleißig gereinigt.

Die gesamte Kämpe sei aber nicht komplett vom Müll zu befreien, dafür reichten die Helfer nicht aus, obwohl sich insgesamt mehr als 130 Freiwillige bei bestem Wetter an der Aktion beteiligten. Ein weiterer Grund sei das Rheinhochwasser, denn die Kämpe dient als Überflutungsfläche. "Die Teile, die derzeit überflutet sind, können wir natürlich nicht reinigen", sagt Torsten Winter. Hochwasser sei zugleich aber auch die Erklärung für die skurrilsten Funde, die die Helfer seit den 1980er Jahren gemacht hätten. "Was mir in Erinnerung geblieben ist, ist der Fund eines Whirlpools. Aber wir hatten auch schon große Öltanks und Autoreifen, je nachdem, was der Rhein so mit sich reißt", sagt Markus Gronauer. In diesem Jahr sei aber kein spektakulärer Fund dabei gewesen. "Wir haben nur den ,normalen Müll', also Styropor, Plastikmüll und Flaschen", sagt Gronauer.

An der Beseitigung des Unrats in der Kämpe nahmen in diesem Jahr auch wieder einige Jäger teil. "Wir möchten damit zur Biotoppflege beitragen und helfen, dass die Kämpe sauber bleibt", sagt Stefan Würz, Obmann des Hegerings in Monheim. Für ihn gab es, wie für alle anderen Helfer, zum Abschluss eine stärkende Suppe in Haus Bürgel.

Quelle: RP
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