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Monheim
Kiesabbau ist beendet - Sportplätze kommen

Monheim: Kiesabbau ist beendet - Sportplätze kommen
Die Auskiesung der Firma Braas Am Kielsgraben ist früher abgeschlossen als erwartet. FOTO: RALPH MATZERATH
Monheim. Firma Braas hat Arbeiten Am Kielsgraben abgeschlossen, das Baggerloch wird nun verfüllt. Geplant: Kunstrasenplätze und Vereinsheim. Von Petra Czyperek

Für die Fußballer der Sportfreunde Baumberg ist es eine gute Nachricht: Die Firma Braas hat die Auskiesung Am Kielsgraben bereits 2015 eingestellt, wie Unternehmenssprecher Bernard Gualdi auf Anfrage bestätigt. Und Bürgermeister Daniel Zimmermann ergänzt: "Dies ist schneller vorangeschritten, als zunächst gedacht." Jetzt wird die riesige Grube verfüllt - und auch diese Arbeiten gehen zügig voran, wie Elmar Werling, der im Unternehmen für die Rohstoffsicherung zuständig ist, mitteilt. Somit rückt der geplante Bau von zweieinhalb Kunstrasenplätzen inklusive Sanitäranlagen und einem kleinen Vereinsheim Am Kielsgraben in greifbare Nähe. Das Projekt könnte - wenn alles nach Plan läuft - bereits in zwei bis drei Jahren umgesetzt werden. "Ich möchte keine falschen Erwartungen wecken", sagt Zimmermann. "Aber wenn die Arbeiten früher abgeschlossen werden können - umso besser." Das kann deutlich vor dem im Planfeststellungsbeschluss des Kreises Mettmann gesetzten Termin im Jahr 2024 sein.

Wie lange die Verfüllarbeiten genau dauerten, hänge von der zur Verfügung stehenden Materialmenge ab, erläutert Elmar Werling. Ganz zum Schluss werde das rund 14 Hektar große Gelände rekultiviert. Die Stadt will Teile des Areals dann erwerben. Noch hat es laut Braas keine Gespräche mit der Verwaltungsspitze gegeben. Man warte, bis das Rathaus auf das Unternehmen zukommt. Der Bürgermeister möchte erst nach Abschluss aller Arbeiten verhandeln. Karl-Heinz Göbel, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, freut sich über die zügige Entwicklung. Langfristig sei es aus seiner Sicht sinnvoll, auch den Tennissport auf dem Gelände Am Kielsgraben zu konzentrieren. Dies bedürfe aber noch einer detaillierten Abstimmung mit den Vereinen. Insgesamt sei der Sport in Monheim aber auf einem guten Weg. Neben den geplanten zweieinhalb Kunstrasenplätzen für die Fußballer werde angrenzend an das neue Wohngebiet Waldbeerenberg in Baumberg-Ost ein weiterer Kunstrasenplatz mit einer 400-Meter-Laufbahn gebaut. Ist die Anlage am Kielsgraben in einigen Jahren fertig, könnten alle Fußballer dorthin umziehen.

"In acht bis neun Jahren trainieren auf dem Platz in Baumberg-Ost nur noch die Leichtathleten des BTSC", sagt der Bürgermeister. Die Pläne für den Kielsgraben machten jedoch den Sportplatz am Waldbeerenberg "keinesfalls überflüssig", betont Karl-Heinz Goebel. Er ist froh, dass jetzt Geld in die Sportanlagen gesteckt wird. Noch in diesem Jahr werde mit der Sporthalle und dem Kunstrasenplatz am Heinrich-Häck-Stadion begonnen. Auch die Außenanlage der Peter-Ustinov-Gesamtschule werde komplett erneuert. Bis 2018 solle die Außenanlage des Otto-Hahn-Gymnasiums fertig sein. Und für die Lieselott-Diem-Halle an der Geschwister-Scholl-Straße werde nach der Überplanung des Bereichs für das Sophie-Scholl-Quartier im Baumberger Osten eine neue Halle entstehen.

Auf wenig Begeisterung stoßen die Teile der von Peto und SPD getragenen Pläne, die sich auf Baumberg-Ost beziehen, bei CDU und FDP. Eine Sportanlage am Neubaugebiet halten Vertreter beider Fraktionen für überflüssig. Marion Prondzinsky-Kohlmetz sagt: "Der Sportplatz dort ist an der falschen Stelle geplant." Der Kielsgraben sei die bessere Alternative und eine Umsetzung könne nach der neuesten Entwicklung relativ zeitnah erfolgen. Zudem zeige die bestehende Anlage an der Sandstraße immer wieder das Konfliktpotenzial von Sportplätzen inmitten der Wohnbebauung auf. Ulrich Anhut (FDP) wünscht sich, dass die "Grüne Acht" in Baumberg-Ost stärker berücksichtigt werde. Bebauung ja, aber nicht bis an die Autobahn. Ein Sportplatz sei dort nicht an der richtigen Stelle. Markus Gronauer (CDU) glaubt inzwischen jedoch, "der Zug ist abgefahren". Die Baugenehmigung liege vor. "Jetzt geht es um die Erschließung."

Quelle: RP
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