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Monheim
Kita-Neubau: Stadt will Bäume schonen

Monheim: Kita-Neubau: Stadt will Bäume schonen
So sehen die Pläne für den Kita-Neubau aus dem Architekturbüro Nagy aus. 21 zunächst zur Abholzung vorgesehene Bäume sollen auf Vorschlag der Stadt nun erhalten bleiben. Auf dem Kita-Gelände sollen etliche neue gepflanzt werden. FOTO: Stadt
Monheim. Kompromiss-Vorschlag aus dem Rathaus: Auf einen Teil der Wohnbebauung am Mona Mare soll verzichtet werden. Von Petra Czyperek

Bereits vor der Sommerpause hatte es in den politischen Gremien heftige Auseinandersetzungen um die geplante Kita an der Kurt-Schumacher Straße gegeben. Dabei war nie strittig, dass eine solche Einrichtung in der Nähe des Berliner Viertels gebaut werden soll. Vielmehr kritisierten Grüne, CDU und SPD den von der Verwaltung favorisierten Standort. Die CDU sammelte Unterschriften für den Erhalt des Wäldchens, das Bürgermeister Daniel Zimmermann für den Nachwuchs opfern will. In der Ratssitzung im Mai hatte das Stadtoberhaupt gesagt: "Wir wollen eine schöne Kita bauen und sie nicht so auf das Gelände quetschen, dass alle Bäume stehen bleiben."

Jetzt legt die Verwaltung der Politik für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am kommenden Mittwoch (18 Uhr) überarbeitete Vorlagen zur Abstimmung vor. Danach sollen 21 besonders erhaltenswerte Bäume verschont werden. "Deshalb wird auch auf einen Teil der zunächst vorgesehenen Wohnbaufläche verzichtet", erläuterte Stadtplaner Robert Ullrich. Ein Teil der Fläche neben der Kita soll zudem als Parkanlage ausgestaltet werden, es wird außerdem ein öffentlicher Spielplatz angelegt. Die Bäume innerhalb der geplanten Kita-Spielflächen - heißt es - könnten jedoch nur teilweise stehen bleiben. Als Ersatz würden neue gepflanzt, verspricht die Verwaltung.

Ein annehmbarer Kompromiss? Alexander Schumacher (SPD) betonte mit Blick auf die Diskussion im Ausschuss: "Wir bleiben bei unserem Standpunkt. Es gibt Alternativen in der Nähe, beispielsweise das ehemalige Freibadgelände oder die Anton-Schwarz-Schule. Und auch Tim Brühland (CDU) machte deutlich. "Es bleibt unser Ziel, eine Kita im Grünen zu errichten. Wir wollen das Wäldchen komplett erhalten." Die konkrete Vorlage für den Fachausschuss werde man am Montag in der Fraktionssitzung diskutieren. "In dieser Woche lag sie noch nicht im Fach." Die Grünen würden die Kita am liebsten auf der Ecke zum Kreisverkehr bauen.

Das Architekturbüro Nagy legt den Politikern am Mittwoch Neubaupläne für ein modernes Gebäude vor, in dem fünf Gruppen (auch U 3 Betreuung ist vorgesehen) Platz finden. Eine Gruppe erhält einen separaten Eingang, so dass dort auch eine Tagesgroßpflegestelle eingerichtet werden kann, die unabhängig von der Kita arbeitet. Die Gruppenräume - jeweils mit zwei Nebenräumen sowie einer Toilette und einem Pflegebereich - sind nebeneinander angeordnet und durch Flure verbunden.

Jede Gruppe hat einen eigenen Ausgang in das Außengelände. Das ist mit rund 1600 Quadratmetern großzügig ausgelegt. Vom Foyer im Haupthaus gelangen die Nutzer in das Familienzentrum (mit eigenem Eingang) und in einen Mehrzweckraum. Es gibt eine zentrale Küche. Auch unter energetischen Gesichtspunkten mit thermischer Solaranlage und Fußbodenheizung will man zukunftsweisend bauen. Manfred Poell (Grüne) kritisiert, dass viel zu viel Fläche für den Grundriss verbraucht würde. Er glaubt, dass es energiesparendere Varianten gibt.

Quelle: RP
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