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Langenfeld
Klinik erinnert an NS-Verbrechen

Langenfeld. Künstlerin übergibt Bild in der Krankenpflegeschule der LVR-Klinik.

In den 1940er Jahren war die LVR-Klinik in Langenfeld (Landschaftsverband Rheinland) eine so genannte Zwischenanstalt, von der aus mehr als 2000 Patienten im Rahmen der NS-Euthanasie Hitlers unter anderem in die frühere Tötungsanstalt Hadamar transportiert und dort ermordet wurden. Damalige Rechtsvorgängerin der LVR-Klinik war die Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt Galkhausen.

Um das Gedenken an die Greueltaten wach zu halten, erinnert die LVR-Klinik Langenfeld regelmäßig an ermordete Patienten. Jetzt in einer Gedenkstunde, die mit Werken der Künstlerin Dr. Monika Kropshofer illustriert wurde. Ihre Aufnahmen aus Hadamar hat sie fotografisch-malerisch bearbeitet. Eines dieser Bilder erhält nun dauerhaft die Gesundheits- und Krankenpflegeschule der LVR-Klinik Langenfeld. Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Gedenkstehle mit der Aufschrift "Mensch achte den Menschen", die sich auf dem Friedhof der Gedenkstätte Hadamar befindet.

Jeder Kurs der Schule, so erläutert Klinik-Sprecherin Martina Schramm, besucht die Gedenkstätte im Rahmen einer Exkursion, um Schülern die Geschichte der Klinik in diesem düsteren Kapitel zu vermitteln und dadurch die Sensibilität im Umgang mit der Thematik zu fördern.

Dr. Monika Kropshofer hat das Bild jetzt überreicht. Es hat im Eingangsbereich der Gesundheits- und Krankenpflegeschule seinen Platz gefunden.

(og)
 
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