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Langenfeld
Kölner leitet das Referat Feuerwehr

Langenfeld: Kölner leitet das Referat Feuerwehr
Wolfram Pohlheim leitet das Referat Feuerwehr in Langenfeld. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Langenfeld. Wolfram Polheim (48) ist seit August der Chef von 60 hauptamtlichen und 100 ehrenamtlichen Wehrleuten. Von Martin Mönikes

Wolfram Polheim (48) leitet seit August das Referat "Feuerwehr und Rettungsdienst" mit 60 hauptamtlichen und rund 100 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und Rettungskräften. Der neue Chef verfolgte zunächst ein anderes Berufsziel: Er wollte Marineoffizier werden. Doch nachdem er das Seefahrt-Patent erlangt hatte, veränderte der Mauerfall seine Ziele. Die politisch gewollte Reduzierung der Bundeswehr bei gleichzeitiger Übernahme der NVA-Offiziere erforderte Alternativen.

Der Rheinländer engagierte sich schon als Oberstufenschüler in Bonn beim Rettungsdienst, und auch neben der Marineausbildung in Eckernförde arbeitete er als "Freiwilliger" bei der dortigen Feuerwehr. Aus dem Hobby wurde sein Beruf. Polheim ging zur Feuerwehr nach Düsseldorf, wo er zuletzt als Leiter der Rettungsdienstschule eingesetzt war und Führungsdienst in der Wache für Umwelt und technische Dienste wahrgenommen hatte.

Bis der gebürtige Kölner die Stellenausschreibung las, kannte er Langenfeld nur als Heimatort vieler Feuerwehrleute, die er ausgebildet hatte. "Ausbilden, Leute führen, für Ideen begeistern" ist Polheims Passion. Als Ausbilder in der Segelschule am Unterbacher See schafft er es, maritime Neigungen und Ausbilderfähigkeiten zu kombinieren. Er sieht Parallelen zwischen Seefahrern und Feuerwehrleuten, nicht nur im Rund-um-die Uhr-Dienst. "Beide Berufsgruppen sind in Notsituationen zunächst auf sich alleine angewiesen", erklärt er.

Inzwischen ist er ganz und gar in Langenfeld angekommen und nach Wiescheid gezogen. "Bei der Wohnungssuche bekam ich einen Eindruck davon, wie begehrt Langenfeld als Wohnort ist".

Mit den Rahmenbedingungen, die er an der Feuer- und Rettungswache Lindbergstraße vorgefundenen hat, ist er sehr zufrieden. Er lobt: "Die Wache selber, die Technik sowie Fahrzeuge und Personal sind allesamt überzeugend". Eine seiner ersten Aufgaben wird sein, den sich in Zukunft durch die Einführung des Berufsbildes Notfallsanitäter (der statt des Rettungsassistenten länger ausgebildet und mit mehr Kompetenzen ausgestattet ist) völlig veränderten Rettungsdienst optimal mit der Feuerwehr zu verzahnen. Auch um strukturelle Fragen geht es, "Wir wollen Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, beispielsweise für weitere Gruppenführerfunktionen". Die Arbeitszeit der Wachleute ist im Moment kein großes Thema. "Wir arbeiten in 56- statt der üblichen 48-Stunden-Schichten, damit sind die meisten sehr zufrieden, da die Mehrarbeit als Überstunden bezahlt wird". Der Brandschutzbedarfsplan sei gerade aktualisiert worden.

An seinem neuen Arbeitsplatz gefällt Polheim besonders, dass er nach Jahren mit Teilverantwortung jetzt "für alles zuständig ist, Brandschutz, Technik, Beschaffung, Personal, Einsatz, Feuerwehr, Rettungsdienst und vieles mehr."

Sein Augenmerk gilt auch der Freiwilligen Feuerwehr. "Ohne den wichtigen Beitrag der Ehrenamtler ist eine Feuerwehr nicht zu bezahlen".

Quelle: RP
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