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Kreis Mettmann
Kreis braucht dringend 37 neue Stellen

Kreis Mettmann. Als Anfang September der Leiter der Ausländerbehörde des Kreises Mettmann, Thomas Jarzombek, im Kreisausschuss vorsprach, staunten die Politiker über seine Offenheit. Von Oliver Wiegand

Die Ausgangssituation: Jarzombek erklärte, dass Anträge auf Asyl in "dreistelliger Höhe liegen bleiben". Es gebe keine geordnete Ablage mehr, die telefonische Erreichbarkeit sei nicht mehr gewährleistet. E-M-Emails können ebenfalls kaum noch beantwortet werden. Der Zustrom von Flüchtlingen führe zu "Menschentrauben im Wartebereich" sowie zahlreichen "unbearbeiteten Fällen und Anfragen".

Die Lage verbessert sich: Nun kann der Amtsleiter etwas entspannter in das neue Jahr blicken. Der Kreis wird in den nächsten Jahren 37 neue Stellen schaffen, die überwiegend im Bereich Asyl angesiedelt sind. Es werden neue Sachbearbeiter angestellt, die sich um die Bearbeitung der Anträge kümmern sollen.

Hier werden die Stellen gebraucht: So müssen die Mitarbeiter etwa das "Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung von asylsuchenden und geduldeten Ausländern", das "Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung, Änderung der Beschäftigungsverordnung" beachten und bei der Bearbeitung der Fälle berücksichtigen. Gleich vier neue Stellen sollen im Bereich "Ausreise" geschaffen werden. Hinter dem Wort Ausreise verbirgt sich eigentlich die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern. Jarzombek berichtete auch an dieser Stelle von haarsträubenden Zuständen.

Was kostet das alles? Die zusätzlichen Stellen sollen vorrangig durch interne Personalakquise gewonnen werden. In der Zukunft fallen jährliche Kosten in Höhe von etwa 2,25 Millionen Euro an.

Quelle: RP
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