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Langenfeld
Kreisel-Baustelle: Noch drei Wochen durchhalten

Langenfeld. Um den 8. Juni herum soll der Kreisel am Berghausener Blumentopf fertig sein. Bis dahin müssen sich Staugeplagte noch in Geduld üben. Von Thomas Gutmann

Noch läuft der Verkehr über die alte B 8 am Berghausener Blumentopf nicht ganz rund, doch Langenfelds derzeit größtes innerstädtisches Straßenbauprojekt befindet sich auf der Zielgeraden. Spätestens um den 8. Juni herum soll der Kreisverkehr an der Einmündung Theodor-Heuss-Straße fertig sein. Dies teilte der städtische Verkehrs- und Tiefbauamtsleiter Franz Frank bei einer Besichtigung der Baustelle durch den zuständigen Ratsausschuss mit.

Baubeginn für den Kreisel war Anfang November. Grund für den 550.000 Euro teuren Umbau ist das Neubaugebiet am Blumentopf, das über den Kreisverkehr erschlossen wird. Wo es bis vor kurzem nur in drei Richtungen ging, gibt es jetzt auch eine Zufahrt in das entstehende Wohn- und Einkaufsviertel.

Schlussspurt-Zeitplan In den letzten Maitagen wird die oberste Asphaltschicht aufgetragen. Anschließend folgen die Fahrbahn-Markierungen, danach wird der Kreisel komplett freigegeben. "Einzelne Nacharbeiten in den kommenden Monaten sind natürlich möglich", sagt Frank.

Ampelschaltung Aus den Reihen der Ausschussmitglieder wurden Beschwerden von Autofahrern vorgetragen, wonach die Ampelschaltung an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Am Alten Broich/Auguste-Piccard-Weg die Staulage vor der Kreiselbaustelle zusätzlich verschärft. Selbst bei Grünlicht komme man an dieser Stelle regelmäßig kaum voran. Ob die Baustellen-Ampel und die Ampel an der Kreuzung nicht besser aufeinander abgestimmt werden könnten, lautete die Frage. "Das umzuprogrammieren ist komplizierter, als man denkt", warb Frank um Verständnis dafür, dass die Stadt hier nicht mehr tätig werden wird. "Noch drei Wochen durchhalten - dann haben wir es ja ohnehin geschafft!"

Freiflächen Mit zehn Meter Durchmesser ist der neue Kreisel der größte in Langenfeld. Beim Ortstermin des Ausschusses fiel manchem ins Auge, dass die "ungenutzten" Asphaltflächen auch außerhalb der Mittelinsel zum Teil ungewöhnlich groß erscheinen - zum Beispiel zwischen dem Fahrbahnrund und der Ausfahrt in Richtung Neubaugebiet am Blumentopf. "Hätte man das nicht auch als Verkehrsraum nutzen können", fragte der Ausschussvorsitzende Günter Herweg (Grüne). Franks Antwort: Die Verkehrssicherheit und die Durchflusskapazität des Kreisels haben an diesem stark frequentierten Knotenpunkt (16.000 Fahrzeuge pro Tag) höchste Priorität. "Eine zu breite Abzweigung etwa könnte Autofahrer dazu verleiten, nebeneinander zu fahren. Das wollen wir nicht."

Kreisel-Kunst Zur Freigabe Anfang Juni soll auch die viereinhalb Meter hohe Steinstele in der Kreiselmitte stehen. "Das Fundament ist bereits fertig", sagt Franz Frank. Der Langenfelder Bildhauer Hartmut Hegener gibt seinem Werk derzeit den letzten Schliff. Der "Meilenstein" soll an die Postkutschen-Tradition der Stadt erinnern. Auf der Nord- und der Südseite der Stele wird "Langenfeld" stehen, auf den anderen Seiten werden Entfernungsangaben zu lesen sein, unter anderem zu den Partnerstädten.

Quelle: RP
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