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Langenfeld
Kritik an Bebauungsplänen bleibt aus

Langenfeld. Zur Bürgeranhörung in Berghausen kamen nur 15 Anwohner, die sich informieren wollten.

Zu den Absichten der Verwaltung, Bebauungspläne in Berghausen und Wiescheid zu ändern, gab bei der Bürgeranhörung im Sitzungssaal des Rathauses keine Anregungen oder Bedenken. Sowohl bei den Korrekturen des Berghausener Plans B 33 "An der Landstraße" als auch beim Plan W 12 "Nahversorgung Wiescheid" war zu erkennen, dass es nur um minimale, eher formelle Ergänzungen ging.

Die mit dem offiziellen Spatenstich begonnene Bebauung der großen Freiflächen im Umfeld des "Berghausener Blumentopfes" betrifft eine rund einen Hektar große städtische Fläche für den "Gemeinbedarf". Neben dem dort schon länger geplanten vier- bis sechsgruppigen Kindergarten will dort ein Investor ein Pflegeheim mit 114 Plätzen bauen und betreiben. Der Kreis hat den Bedarf anerkannt, und diese Nutzung entspricht dem grundsätzlichen Ziel für den Bebauungsplan 33, dort "generationsgerechtes Wohnen" anzubieten.

Das Maß der zulässigen Bebauung bleibt unverändert. Referatsleiter Stephan Anhalt zeigte den geplanten Neubau in einer anschaulichen Visualisierung. Zur nördlichen Seite entstehen drei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss, zur Blumenstraße wird das Gebäude auf zwei Etagen plus Staffelgeschoss reduziert. Der Verkehr wird über den vom neuen Kreisverkehr an der ehemaligen B 8 und einen weiteren Kreisel zu erreichenden (neuen) Orchideenweg erschlossen. Auf Nachfrage einer Anwohnerin bestätigte Anhalt, dass Heim und Kindergarten nicht von der Blumenstraße angefahren werden sollen. Der Bau des Heims soll in der ersten Hälfte 2016 beginnen, der Kindergarten frühestens in 2017. Sollte dann eine viergruppige Einrichtung ausreichen, könnten einige zusätzliche Wohneinheiten am Rand zur Blumenstraße entstehen. Als Folge dieser konkreten Planungen sollen nun im bisherigen Plan als Erschließungsflächen vorgesehene Flächen reduziert werden.

Zu den Änderungen des Wiescheider Plans erläuterte Tobias Rasch die Notwendigkeit, die für die Aldi-Filiale an der Ohligser Straße bisher festgelegte Verkaufsfläche von 800 auf 1.000 m² zu vergrößern. Die geplanten Veränderungen beschränkten sich auf das Gebäudeinnere. "Da werden praktisch nur Wände versetzt." Dem einzigen Nahversorger müsse geholfen werden, sein Geschäft wirtschaftlich betreiben zu können.

(mmo)
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