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Langenfeld/Monheim
Land bewilligt Geld für Radschnellweg

Langenfeld/Monheim. Die Fahrrad-Autobahn soll Radler von Langenfeld und Monheim aus fix nach Düsseldorf und weiter nach Neuss führen. Von Stephan Meisel und Andreas Gruhn

Radfahrer sollen eine eigene Schnellstraße von Langenfeld und Monheim aus nach Düsseldorf und dann weiter bis nach Neuss bekommen - für die detaillierten Planungen hat das Land jetzt Fördermittel in Höhe von 13,5 Millionen Euro bis 2019 zugesagt, bestätigte ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums. Möglich macht dies eine Änderung des Landesverkehrswegegesetzes, die Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) ankündigte. Die 13,5 Millionen Euro Förderung seien nur der Anfang. Landesweit sind fünf solcher städteübergreifenden Radschnellwege geplant.

"Ich finde dieses Vorhaben sehr gut", sagt der Langenfelder Verkehrsplaner Franz Frank. "So können zum Beispiel Studenten aus Langenfeld und Monheim mit dem Fahrrad besser und schneller zur Heinrich-Heine-Universität gelangen, an der der Radschnellweg direkt vorbeiführen soll." Daher sei die Finanzierungszusage eine erfreuliche Nachricht. Eine Entscheidung, ob der Radschnellweg dann auch tatsächlich gebaut wird, ist das aber noch lange nicht. Derzeit werden für alle fünf Strecken Machbarkeitsstudien erstellt, die aufzeigen, wie die Planungen vor Ort umgesetzt werden könnten, also auch auf den beiden südlichen Ästen nach Langenfeld, beziehungsweise nach Monheim.

"Zurzeit erarbeiten wir die Planung für den Langenfelder Abschnitt", sagt Frank. Nach jetzigem Stand soll der Radschnellweg an der Berghausener Straße starten. "Die Route führt in Richtung Norden über die Pappelallee, dann nach links über die Wolfhagener Straße und kurz darauf nach rechts über einen Feldweg in den Wald." Am Hellerhofweg trifft er mit dem anderen südlichen Ast zusammen, der in Monheim an der Alfred-Nobel-Straße starten und am Monbag-See vorbei überwiegend entlang der Baumberger Chaussee führen soll - und zwar getrennt von der Fahrbahn. Eigentlich ist es Ziel des vor einem Monat beschlossenen Monheimer Fahrradkonzepts, die Radler wieder zurück auf die Straße zu holen. Und das soll in den meisten der rund 100 kleinen und großen Veränderungen auch möglich sein, die das Kölner Büro Via aufgelistet hatte und deren Umsetzung rund 4,4 Millionen Euro kosten soll. Doch der Radschnellweg entlang der Baumberger Chaussee soll - so sieht es die Planung vor - getrennt verlaufen.

Im Arbeitskreis Radverkehr soll zumindest ein Zwischenbericht im September besprochen werden, verlautete aus dem Landtag. Wenn diese Ergebnisse vorliegen, geht es ans Eingemachte: Wie teuer das Ganze eigentlich wird und wer das zahlen soll. Dann müssen die Landespolitiker festlegen, welche Bereiche in die konkreten Ausführungsplanungen gehen können. In der Bewerbung für das Projekt war 2013 von Kosten in Höhe von 32 Millionen Euro für den gesamten Weg die Rede gewesen. Ein stattlicher Anteil dürfte auf den Neusser Abschnitt entfallen, wo ein kostspieliger Brückenbau nötig erscheint. Eine Bedingung für die "Fahrradautobahn" ist nämlich, dass Radler an keiner Kreuzung warten müssen.

Quelle: RP
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