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Langenfeld
Langenfeld erneuert 17 Spielplätze

Langenfeld: Langenfeld erneuert 17 Spielplätze
Der veraltete Spielplatz an der Nelly-Sachs-Straße wird 2017 deutlich verschönert. Die verschlissene Seilbahn (Bild) wird erneuert, zudem ist eine vielfältige Kletter- und Rutschanlage vorgesehen. Kosten: fast 40.000 Euro. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Für insgesamt 90.000 Euro tauscht der städtische Betriebshof im kommenden Jahr verschlissene Spielgeräte aus. Von Stephan Meisel

Noch haben Kinder auf dem großen Spielplatz an der Nelly-Sachs-Straße Spaß. Aber Betriebshofleiter Bastian Steinbacher und sein Mitarbeiter Patrick Sahm sehen dringenden Erneuerungsbedarf. "Die Seilbahn dort ist jetzt 18 Jahre alt und sehr verschlissen", sagt Sahm. "Und der insgesamt sehr veraltete Spielplatz wäre schöner, wenn man ihn neu gestaltete." Schon im nächsten Jahr soll dies geschehen. Das Gelände an der Nelly-Sachs-Straße direkt neben der von jungen Familien bewohnten Neubausiedlung steht ganz oben auf der Liste von 17 Spielplätzen, auf denen 2017 Geräte ausgetauscht werden sollen. Im Jugendhilfeausschuss befürworteten die Stadtpolitiker einstimmig die zuvor im kleineren Arbeitskreis festgelegten Vorhaben.

Steinbacher zufolge stehen im noch zu beschließenden Haushalt 2017 für den Spielgeräteersatz 90.000 Euro bereit - etwas mehr als in den vergangenen Jahren. "Wir achten in Langenfeld sehr auf lange Haltbarkeit und Sicherheit", betonte der Ausschussvorsitzende Jürgen Brüne (CDU). "Das hat im Vergleich zu Spielgeräten in Privatgärten seinen Preis." Brüne lobte das Team des Betriebshofs, das wöchentlich alle Spielplätze überprüfe.

Mehr als ein Drittel des genannten Budgets soll nächstes Jahr in das Areal an der Nelly-Sachs-Straße fließen. Der Betriebshof schlägt anstelle der heute voneinander entfernten Rutsch- und Klettergeräte eine kompakte, doch deutlich größere und vielfältigere Spiellandschaft mit Stegen und Türmen vor. Zusätzlich zu dieser 33.200 Euro teuren Anlage soll die vorhandene Seilbahn durch ein moderneres Modell mit 30-Meter-Drahtseil und Spannvorrichtung (5000 Euro) ausgetauscht werden. Um die Wünsche der Familien in der Nähe abzuklären, plant der Betriebshof hierzu an Ort und Stelle eine Informationsrunde.

An der Fabriciusstraße wird ein verschlissenes Klettergerüst aus Holz durch ein attraktiveres Modell (9850 Euro) ersetzt, das Anwohner vorgeschlagen hatten. Am Reiderweg, am Galkhausener Bach und am Kindergarten Freiherr-vom-Stein-Straße werden jeweils an Holzbalken baumelnde Nestschaukeln durch neuere Modelle mit Stahlgestell (je 1925 Euro) ersetzt. Ein solches kommt auch an die Fabriciusstraße anstelle der heutigen Reckstangen. Jeweils durch ähnliche Anlagen erneuert werden im kommenden Jahr außerdem: eine Holzwippe an der Kronprinzstraße (2000 Euro), eine Seilbahn am Götscher Weg (4785 Euro), eine Rutschbahn am Karpfenweg (7627 Euro), ein Karussell am Leipziger Weg (1955 Euro), Wippen an der Pastor-Löh-Straße (1000 Euro) und an der Oscar-Erbslöh-Straße (3000 Euro), eine Kleinkindrutsche am alten Broich (4067 Euro), eine Doppelschaukel an der Senliser Straße (1074 Euro), drei Stahlrecks an der Grundschule Gieslenberger Straße (1000 Euro), zwei Spielhäuser an der Grundschule Richrath-Mitte Jahnstraße (6900 Euro), zwei Matschtische an der Kita Götscher Weg (1000 Euro) sowie ein Matschplatz an der Kita Am Brückentor (7100 Euro).

Laut Steinbacher wird außerdem beim Kinder- und Familienfest im Freizeitpark Langfort ein interaktives Spielgerät vorgestellt und einem ersten Praxistest unterzogen: eine computergesteuerte Torwand, bei der Kinder schnell reagieren und mit dem Ball auf blinkende Farbfelder zielen müssen. Dieses und weitere interaktive Spielgeräte eines holländischen Herstellers, wie etwa ein zerstörungssicherer DJ-Mischpult mit Internet-Zugang, auf dem man über sein Handy Musik mixen kann, hatte der Betriebshof kürzlich im Jugendhilfeausschuss präsentiert. Politiker aller Parteien waren sehr angetan von solch neuartigen Spielgeräten, die Kinder nicht nur bespaßen und in Bewegung bringen, sondern auch Reaktion und Denkvermögen fördern. Trotz eines Stückpreises von 25.000 bis 30.000 Euro soll die Anschaffung eines solchen interaktiven Spielgeräts in naher Zukunft geprüft werden.

Quelle: RP
 
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