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Übler Geruch
Feuer in Langenfelder Umspannwerk

Feuer bricht in Umspannwerk in Langenfeld aus
Feuer bricht in Umspannwerk in Langenfeld aus FOTO: Miserius, Uwe
Langenfeld. Durch einen Brand in einem Umspannwerk in Langenfeld an der Stadtgrenze zu Leverkusen kam es in Teilen des Kreises Mettmann und im Rhein-Kreis Neuss am Freitagabend zu Geruchsbelästigungen. Anwohner mussten vorübergehend die Fenster geschlossen halten. Von Thomas Gutmann

Die Flammen, die am Freitagabend aus einer Ölaufbereitungsanlage unterhalb der Hochspannungsleitungen am Hauweg loderten, waren weithin sichtbar. Eine Gesundheitsgefahr aufgrund der Rauchwolken schloss Anlagenbetreiber Amprion für die Bevölkerung in den an das freie Feld angrenzenden Siedlungen in Reusrath, Rheindorf und Opladen aus. Es sei auch zu keinen Stromausfällen gekommen.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die Feuerwehr gegen 21 Uhr alarmiert. "Ehe sie mit dem Löschen beginnen konnte, musste die Starkstromanlage abgeschaltet werden", sagte Andreas Preuß, Pressesprecher der Amprion GmbH in Dortmund, die die Hochspannungsnetze betreibt. Deshalb seien die Löscharbeiten erst gegen 23.30 Uhr beendet gewesen.

Die abgebrannte Ölaufbereitungsanlage befindet sich in einem mobilen Container. "Sie war seit Dezember in Betrieb. Am Freitag wurde sie planmäßig abgeschaltet. Wie es zu dem Brand kommen konnte, werden Experten der Polizei ab Montag ermitteln", sagte Preuß. Die - vermutlich komplett verbrannte - betroffene Ölmenge beziffert er mit 200 Litern. Von der Umspannanlage selbst sei lediglich der an die Aufbereitung angeschlossene Trafo in Mitleidenschaft gezogen worden. "Wie stark, das müssen wir erst noch untersuchen. Das Umspannwerk insgesamt konnten wir am Samstagmorgen gegen 2 Uhr wieder anschalten", sagte der Amprion-Sprecher.

Die "Umspannanlage Opladen" - so ihr offizieller Name - regelt von 380.000 auf 220.000 Volt herunter. Sie befindet sich auf der Stadtgrenze Langenfelds zu Leverkusen. Die Langenfelder Feuerwehr hat den Ablauf unterdessen bestätigt. "Personen kamen nicht zu Schaden", sagte Feuerwehr-Sprecher Frank Noack am Samstag.