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Langenfeld
Briten und Polen zu Besuch im "Bettine"-Schullabor

Langenfeld: "Lab-Night" in der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule
Schüler der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule haben gemeinsam mit Gästen aus England und Polen experimentiert. FOTO: BvA
Langenfeld. Die Langenfelder Bettine-von-Arnim-Gesamtschule empfing jetzt zu ihrem Projekt "Lab-Nights" ganz besondere Gäste aus dem benachbarten Ausland. Von Alexander Riedel

Sie schaffen einen Regenbogen im Reagenzglas, erwecken mit Hilfe von Backpulver und Spiritus die "Schlange des Pharao" zum Leben und machen sich auf die Suche nach fiktiven Einbrechern im Chemielabor: Die Experimente von Oberstufenschülern an der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule (BvA) faszinierten nicht nur ihre jüngeren Kollegen - sondern auch britische und polnische Altersgenossen.

Die waren im Rahmen des EU-Förderprogramm Erasmus plus kurz vor den Osterferien in der Langenfelder Schule zu Gast. "Lab-Nights" hieß das Projekt, bei dem Naturwissenschaften den Schwerpunkt bildeten. "In der Vergangenheit ging es auch um Geisteswissenschaften", erklärt Gisa Arnold, die an der BvA Englisch unterrichtet und das fünfte internationale Projekt der Schule begleitete.

Jeweils zehn Schüler aus dem englischen Kington und dem polnischen Gostynin landeten am 30. März am Düsseldorfer Flughafen. "Viele waren bei Gastfamilien untergebracht, andere lebten im Hotel", berichtet Arnold. Einen Tag nach ihrer Ankunft erlebten die Gäste bereits den ersten Höhepunkt ihrer einwöchigen Reise: Zur traditionellen "NW-Nacht" der BvA - "NW" steht für Naturwissenschaften - kamen 36 Schüler der 5. Klassen am frühen Abend in die Schule und ließen sich vom Projektkurs des 12. Jahrgangs zu vier chemischen Experimenten anleiten. Die internationalen Besucher schauten den Fünftklässlern bei ihrer Arbeit über die Schulter, während ihnen Langenfelder Schüler aus dem letztjährigen Projektkurs den Versuchsaufbau in englischer Sprache erläuterten. "Ich war wirklich begeistert, wie gut die Naturwissenschaftler sich auf diese Weise verständigen konnten", lobt Gisa Arnold.

Jedes Jahr bereitet ein Projektkurs unter Leitung der Lehrer Christiane Kentemich und Raimund Meven die NW-Nacht vor - ein Projekt unter dem Motto "Schüler unterrichten Schüler", das auch die Partnerschulen aus Polen und England übernehmen wollen. Deren Schüler brachten wiederum selbst Experimente mit, die sie beim so genannten "Euro-Lab"-Nachmittag am 3. April präsentierten. "Wir wurden vorher informiert, was die Schüler dafür brauchten, denn viele benötigte Substanzen konnten sie ja nicht einfach mit ins Flugzeug nehmen", sagt Arnold. In vier Labors arbeiteten die Oberstufenschüler aus drei Ländern miteinander und tauschten chemische und physikalische Experimente aus.

Doch die Aktivitäten im Rahmen der "Lab-Nights" waren nicht auf die Schule begrenzt. So reisten die drei Delegationen nach Bonn zur Abschlussveranstaltung des Kongresses "Euro Science Fun" im Deutschen Museum und bestaunten die Shows von Studenten aus ganz Europa. Später ging es für die Schülergruppen nach Wuppertal: Bei der Firma Bayer probierten sie molekularbiologische Laborarbeit aus. Und auch abseits der Naturwissenschaften wurde es den Gästen offenbar nicht langweilig: Sie wandelten mit den Gastfamilien durch Köln und Düsseldorf, besichtigten den Ostermarkt auf Schloss Burg oder fuhren in Langenfeld Wasserski. Die BvA will sich auch in Zukunft um die Teilnahme am Programm Erasmus+ bewerben: Denn dessen Nutzen gehe weit über die wissenschaftliche Arbeit hinaus, betont Gisa Arnold: "Wir müssen den Zusammenhalt in Europa stärken."

Quelle: RP
 
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