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RP-Leserforum Dschungelkönig
Langenfeld streitet über Menderes-Hype

Fotos: Dschungelcamp 2016: Das große Wiedersehen der Kandidaten
Fotos: Dschungelcamp 2016: Das große Wiedersehen der Kandidaten FOTO: RTL/Stefan Menne
Langenfeld. Die Mehrheit derer, die sich in Zuschriften zu Wort melden, hält eine Ehrung für den "Dschungelkönig" für komplett daneben.

Bescheiden, im positiven Sinne einfältig und charmant - so wie zwei Wochen lang im RTL-Dschungelcamp hat sich Langenfelds derzeit bekanntester Jong am späten Mittwochabend auch bei "Stern TV" präsentiert. "Wenn ich jetzt nach Hause gehe, dann holt mich ja der Alltag wieder ein", seufzte Menderes Bagci, der am Samstag von Millionen Fernsehzuschauern zum "Dschungelkönig" gewählt worden war. Aber das sei dann halt so, fuhr der 31-Jährige fort: "Dann geht man halt wieder in seine Wohnung, wo man sich auch nicht so richtig wohlfühlt. Da herrscht nämlich ein bisschen Chaos. Und auch wenn man aufräumt, fühlt man sich trotzdem irgendwie unwohl."

Dschungelcamp 2017: Diese Kandidaten sind im Gespräch FOTO: dpa, jka sab

Oder spürt der 13-fache (erfolglose) Teilnehmer beim "Deutschland sucht den Superstar"-Casting etwa, dass ihm in seiner Heimatstadt "nicht nur" Sympathien entgegengeschlagen. Hier einige Reaktionen auf den RP-Leseraufruf von Dienstag zu der Frage, wie die Stadt den "Dschungelkönig" würdigen könnte:

"Zu ihren Gunsten hoffe ich, dass Ihr Artikel ein Witz im Karneval war." Nach Versicherung durch den Autor: kein Witz zwar, aber ein augenzwinkernder Beitrag: "Gott sei Dank, ich bin erleichtert, denn ich dachte schon, jetzt ist es soweit. Ausgerechnet diese Ekelschau wird nun auch von einer bisher seriösen Zeitung aufgewertet."

Manfred Stuckmann, Langenfeld

Dschungelcamp: Das machen die Stars heute FOTO: RTL

"Es wäre ein absoluter Witz, für den Gewinner eines ekelhaften Gewinnspiels eine öffentliche Ehrung vorzunehmen. Man sollte besser die vielen ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingsszene ehren."

Hans-Peter Liever, Langenfeld

"Langenfeld sollte sich offiziell aus jeder Ehrungsaktion zu Menderes heraushalten. Wenn nicht, wäre dies ein Schlag ins Gesicht aller derjenigen, die wirklich etwas für Langenfeld, das Leben in Langenfeld und dessen Bürger getan haben und dafür keine offizielle Wertschätzung erfahren haben. Menderes ist immer wieder gerne gesehen in Langenfeld, auch ohne das alberne Zepter. In vier Wochen kann sich eh keiner mehr an das Dschungelcamp erinnern."

Karsten Gillmann, Monheim

"Mein Vorschlag wäre, Menderes im Karnevalszug auf dem Wagen mitfahren zu lassen!"

Heike Hochschorner, Baumberg

Hallo liebe RP, mein Kommentar dazu: Hurra Langenfeld verblödet

Horst-Dieter Komp, Langenfeld

"Da gewinnt ein Langenfelder in einer Show, die über 8 Millionen Zuschauer Abend für Abend über zwei Wochen lang gesehen haben, und soll noch nicht mal ein Glückwunschschreiben vom Bürgermeister erhalten, geschweige denn eine Willkommensparty. Menderes hat seine Stadt bestens vertreten, ein lieber Kerl mit einem guten Charakter, der vorbildlich gegen seine Krankheit kämpft und im Camp weder gelästert hat noch aggressiv in der Show war, der gekocht, gefegt und gespült hat.

Traurig. Die anderen neun Vorgänger von ihm, Dschungelkönige und -königinnen, die sich teilweise nicht so positiv wie Menderes verhalten haben, hatten riesige Empfänge, durften sich im Goldenen Stadtbuch eintragen etc. Aber Hauptsache der Bürgermeister sitzt bei einer Herrensitzung vom RKV und heißt Karnevalsprinzen und -garden willkommen. Möglicherweise hat auch er - heimlich - Dschungelcamp geschaut, möchte sich aber nicht outen.

Ich wünsche mir, dass RTL hier in Langenfeld filmt, wenn Menderes in seine Heimatstadt Langenfeld zurückkehrt und niemand ihn begrüßt. Sicherlich eine ganz tolle Werbung für ein verschlafenes Nest, aber nicht angemessen für unsere moderne Stadt, die sich viel besser präsentieren könnte. Schade!"

Pamela Mutz, Langenfeld

Quelle: RP
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