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Langenfeld
Langenfeld vergrößert seine Feuerwehr

Langenfeld: Langenfeld vergrößert seine Feuerwehr
Er ist Einsatzleiter und koordiniert: Stephan Keusen. FOTO: rm-
Langenfeld. Künftig sollen auch die Abend- und Nachtstunden von mehr hauptamtlichen Feuerwehrkräften sichergestellt werden. Das hat der städtische Ausschuss für Ordnung und Soziales beschlossen. Von Heike Schoog

Neue Besen kehren gut: Kreisbrandmeister Torsten Schams hat in der Juni-Sitzung angemahnt, dass die Langenfelder Feuerwehr im Brandfall künftig mit zehn, statt wie bisher mit neun Funktionen am Start sein soll - eine Regelung, die bundesweit üblich ist. Der städtische Ausschuss für Ordnung und Soziales hat dies als Empfehlung im Brandschutzbedarfsplan für den Rat so beschlossen. "Zähneknirschend, angesichts der teilweisen Besetzung mit Ehrenamtlichen", sagte Langenfelds Erste Beigeordnete Marion Prell, habe der Kreisbrandmeister dem zugestimmt, mit der Auflage, nach einem Jahr zu prüfen, ob das Schutzziel auf diesem Weg auch erreicht werde.

Der neue Leiter der Langenfelder Wache, Wolfram Polheim, will das Ziel, innerhalb von acht Minuten am Einsatzort zu sein, ebenfalls sicher erreichen und setzt dabei auf das Hauptamt. In der jüngsten Sitzung hat die Stadt deshalb noch einmal drauf gelegt und den Brandschutzbedarfsplan modifiziert. Statt der Besetzung des Sicherheitstrupps mit ehrenamtlichen Kräfte, soll dieser auch in den Abend- und Nachtzeiten künftig hauptamtlich besetzt werden.

Der Gruppenführer teilt die Mannschaft ein - wie Guido Bremer. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)

Nach wie vor wird die zehnte Funktion jedoch von ehrenamtlichen Kräften besetzt und um einen weiteren ergänzt. Diese Umstrukturierung erfordert zusätzliches Personal.

58 hauptamtliche Kräfte im abwehrenden Brandschutz, sechs weitere hauptamtliche Kräfte sowie 92 Freiwillige stehen der Langenfelder Feuerwehr derzeit zur Verfügung. Sollte der Rat in seiner Septembersitzung dem Wunsch des Ausschusses folgen, werden es künftig fünf Hauptamtliche mehr sein.

Die Trupps sind mit Atemschutz ausgerüstet und gehen ins Feuer. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)

Derzeit sind ohnehin fünf Stellen vakant. Sollte die EU-Richtlinie, die für Feuerwehren die 48-Stunden-Woche (bisher: 54-Stunden-Woche) vorsieht, auch in Langenfeld umgesetzt werden, würden 22 neue Stellen benötigt, rechnete Prell auf Anfrage der SPD vor. Die vakanten Stellen seien bereits ausgeschrieben. "Egal, wie eine Feuerwehr organisiert ist, es muss schnell gehen", sagt Wolfram Polheim, der in Düsseldorf bei der Berufsfeuerwehr aktiv war.

Quelle: RP
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