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Langenfeld
Langenfelder Box macht Werbung in 3-D

Langenfeld: Langenfelder Box macht Werbung in 3-D
Daniel Mey und Maximilian Frenken bringen dreidimensionale Werbung auf XXL-Anhänger. FOTO: Olaf Staschik
Langenfeld. Maximilian Frenken hat ein aufsehenerregendes Event-Modul entwickelt und eine Firma gegründet: "Highway to Sell". Von Martin Mönikes

In einer funktionierenden Volkswirtschaft ist Werbung allgegenwärtig, vermutlich ist sie sogar eine notwendige Voraussetzung für ständig steigendes Wachstum. Werbung bestimmte auch früh das Leben von Maximilian Frenken (37), der in Monheim aufwuchs und dessen Eltern bundesweit Werbeunternehmen betrieben. Selbstständig machte sich der Diplom-Sportwissenschaftler schon nach dem Abi, als er selbst gebackene Müsli-Riegel verkaufte, ehe er in Köln Sport, Ökonomie und Management studierte. Verbesserungsideen und Businesspläne sind seitdem seine Leidenschaft.

Unter dem Dach der Holding "Frenken-Enterprises entwickelt Frenken seit Jahren Geschäftsideen, überzeugt Investoren, sammelt Gelder, gründet Firmen, und beschäftigt inzwischen in fünf Unternehmen Mitarbeiter. Seine neueste Firmengründung ist "Highway to Sell", eine GmbH, die einen auffallenden Namen und eine seines Erachtens bahnbrechende Geschäftsidee hat.

Die "Attention-Box", die sprichwörtlich spontane Aufmerksamkeit erregen soll, ist eine Grundbedingung für gelungene Werbung. Die Box - so die technischen Daten - ist eine mobile 234 Quadratmeter große Werbefläche, die 3-D-Werbung überall ermöglicht. Sie ist bis Windstärke 12 einsatzfähig und in einer Stunde auf- oder abgebaut. Sie kann sowohl auf losen Untergründen wie einem Strand oder einem Festival-Gelände positioniert werden. Die Box mit eigener Energieversorgung kann als beleuchtetes Event-Modul dienen und sogar noch 10.000 Liter Wasser speichern und Flächen beregnen. "Wir werden von Werbung überschwemmt, Chancen auf Beachtung hat nur etwas wirklich Auffallendes", war Frenkens Ausgangsüberlegung. An Werbung auf Omnibussen, Lastwagen und Straßenbahnen haben die Menschen sich gewöhnt. Was könnte also dauerberieselten Kunden wirklich auffallen? Zwei Jahre tüftelte Frenken an seiner Idee, prüfte rechtliche Möglichkeiten, suchte Geldgeber für diese mobilen XXL-Poster. Rechtlich gesehen ist die Box, die auf einem Sattelschlepper transportiert wird, ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug, mit dem Wasser könnten Felder beregnet oder Feuer gelöscht werden.

Weitere Monate vergingen mit der Suche nach Konstrukteuren und Maschinenbauern. "Deutsche Ingenieurkunst schaffte es letztendlich", schmunzelt Geschäftsführer Frenken. Die Lösung waren erhebliche Stahlverstärkungen der Scherenkonstruktion, seitliche Ausleger und eine spezielle Aufwicklungstechnik für die 11,40 mal 8,70 Meter breiten Planen. Eine Firma am Niederrhein baute für eine sechsstellige Summe den Prototyp und wird mit der Serienproduktion beginnen.

Beim Best 18/1-Award Anfang September in Köln, eine Preisverleihung der Werbebranche, bei dem das beste Werbeplakat in Deutschland gekürt wird, präsentierten Frenken und Assistent Daniel Mey die Box. Sie wurde als Highlight der Außenwerbung beschrieben. Frenkens Firma hat europaweit die Schutzrechte an der Konstruktion und will in den nächsten drei Jahren 100 Stück bauen und vermieten.

Quelle: RP
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