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Langenfeld
Langenfelder führt neues Bündnis von Mexikanern

Langenfeld. Bei einer Tagung in Langenfeld haben Vertreter von Mexikanischen Vereinen aus zehn europäischen Staaten ein neues Bündnis gegründet. Zum Vorsitzenden wählten die 40 Teilnehmer den in Langenfeld wohnenden Waldo Gamez Dominguez (59), der den Kongress organisiert hatte. Der neue Zusammenschluss FAME (Federacion de Asociaciones Mexicanas en Europa) soll die Vereine miteinander vernetzen, um den kulturellen Austausch sowie die mexikanische Präsenz in Europa auszubauen. Von Viola Gräfenstein

"Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Föderation hinbekommen haben", sagt Gamez Dominguez. Seit elf Jahren wohnt der gebürtige Mexikaner mit seiner Familie in Langenfeld. In seiner Heimatstadt Puebla hatte er Wirtschaft und Politik studiert, war als Politiker und Journalist tätig. Als er eine Zeit lang in Berlin arbeitete, traf er seine jetzige Frau, Monika Rössler, die für Bayer in Monheim tätig ist. Mit den beiden Töchtern wohnen beide in Langenfeld, wo sich der 59-jährige Journalist im Integrationsrat engagiert und wo er vor drei Jahren den Verein Deutsch-Mexikanischer Kulturkreis Langenfeld hat. "Die Stadt ist schön, wie leben gerne hier", sagt Gamez Dominguez. "Die Menschen hier sind sehr offen und freundlich."

Zur Begrüßung des - nach Paris und Barcelona - dritten Kongresses dieser Art gab es Tequila und Kaffeelikör im Marktkarree. Ein von Silvia Knust-Schubert (Künstlergruppe Falter) gemaltes Porträt der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (1907-1954) passte perfekt zur deutsch-mexikanischen Stimmung.

Das Engagement in der Region sei wichtig, denn in NRW lebten sehr viele Mexikaner, sagte der aus Frankfurt angereiste Konsul Horacio Saavedra. "Das, was Waldo Gamez Dominguez für die Verbreitung unserer Kultur und Integration der Mexikaner in dieser Region macht, wird positive Spuren hinterlassen." Bürgermeister Frank Schneider bezeichnete das Engagement des 59-jährigen Wahl-Langenfelders für den kulturellen Austausch aus städtischer Sicht als "sehr bereichernd".

Nach Spanien ist Deutschland das EU-Land mit den zweitmeisten Mexikanern, zählt mit einem Handelsvolumen von 17,4 Milliarden US-Dollar zu den wichtigsten Handelspartnern. Zurzeit läuft bis 2017 in Mexiko sogar ein Deutschlandjahr mit vielen kulturellen Aktivitäten.

Am 11. Juni eröffnet im Marktkarree eine Gemeinschaftsausstellung "Grenzenlos - sin fronteras" der Künstlergruppe Falter und des deutsch-mexikanischen Kulturkreises Langenfeld.

Quelle: RP
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