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Monheim
LEG nach Verkauf: Für Mieter ändert sich nichts

Monheim: LEG nach Verkauf: Für Mieter ändert sich nichts
Etwa 11 000 Monheimer leben in einer LEG-Wohnung. FOTO: Matzerath
Monheim. Der Berliner Konzern Deutsche Wohnen erwirbt LEG-Bestand. Die Modernisierungen in Monheim laufen weiter.

Der Milliarden-Deal auf dem Wohnungsmarkt sorgt in Monheim für reichlich Gesprächsstoff: Wie unsere Zeitung bereits berichtete, wird der Berliner Wohnungskonzern Deutsche Wohnen den Düsseldorfer Vermieter LEG für rund 4,6 Milliarden Euro übernehmen. Der Mieterbund in NRW befürchtet, dass man sich künftig weniger um die Quartiere kümmern werde. Doch dem sei nicht so, versicherte LEG-Sprecher Jürgen Homeyer auf Anfrage. "Für die Mieter bleibt alles beim Alten", sagte Homeyer, beide Unternehmen passten von der Ausrichtung her sehr gut zueinander, hieß es. Die Marke LEG verschwinde auch nicht vom Markt, erklärte der Unternehmenssprecher.

In Monheim bewirtschaftet die LEG 2768 Wohnungen, insgesamt gibt es im dortigen Berliner Viertel 3500 Wohneinheiten. Dass sich für Mieter nichts verändern werde, bestätigte auf Anfrage konkret für Monheim LEG-Pressesprecher Mischa Lenz. "Das bedeutet auch, dass wir an unserer angekündigten Modernisierung am Standort Monheim festhalten und diese wie geplant durchführen werden." Seit Sommer und noch bis Dezember laufen diese Arbeiten nach LEG-Angaben in den Gebäuden am Zehlendorfer Weg 7, an der Brandenburger Allee 15 und 17, am Lankwitzer Weg 1 und 3 sowie an der Lichtenberger Straße 1 bis 5, 13 und 15. Damit fließen über 1,6 Millionen Euro in das Berliner Viertel. Für die Bewohner steige die Lebensqualität. Die Heizkosten würden reduziert.

Die 1967 erbauten Gebäude werden unter energetischen Gesichtspunkten weitreichend modernisiert. Die Arbeiten umfassen laut LEG die Modernisierung der Fassaden mit einem Wärmedämmverbundsystem, den Austausch der einfach- gegen isolierverglaste Fenster, die Balkonsanierung, eine neue Wärmedämmung der Kellerdecken und Dachböden, die Erneuerung der Elektro-Installationen sowie die Sanierung des Flachdaches. Darüber hinaus fließen weitere 100 000 Euro in die Spielplätze des Berliner Viertels. Neue Spielgeräte werden aufgestellt und bereits vorhandene teilweise umgebaut. In städtischem Auftrag lotet zurzeit das Dortmunder Büro für Stadtentwicklung Steg in einem energetischen Quartierskonzept Verbesserungsmöglichkeiten für das Berliner Viertel aus. Die 3500 Wohnungen dort sind laut Stadtplaner Thomas Waters eine Größe, die "wir als Stadt nicht außer acht lassen können".

Die LEG hat nach eigenen Angaben in NRW neun Niederlassungen, 16 Kundencenter und 100 Mieterbüros. "Jedes Jahr geben wir rund 90 Millionen Euro für die Modernisierung unserer Wohnungen aus", sagte Cornelia Hüneburg, LEG-Kundencenterleiterin Monheim. "Dadurch steigern wir sowohl den Wert unserer Wohnungen als auch die Zufriedenheit unserer Mieter." Die durchschnittliche Mietzeit von über elf Jahren sei überaus hoch.

(kle/mei/og/elm)
 
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