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Monheim
Lehrer und Schüler sehen Tablets im Unterricht positiv

Monheim. Das Otto-Hahn-Gymnasium hat die Projektphase für den Einsatz von Rechnern abgeschlossen. Von D. Schmidt-Elmendorff

Tablets im Unterricht erhöhen die Motivation der Schüler, ermöglichen eine größere Vielfalt an Lehrmethoden und mehr individuelle Förderung. Und sie eröffnen den Zugang zu mehr Unterrichtsmaterial. Dieses positive Votum gaben Lehrer des Otto-Hahn-Gymnasiums bei einer internen Bewertung des Tablet-Projektes ab. Seit Beginn des Schuljahrs 2015/16 hatten diese in zwei fünften Klassen die von der Stadt bereitgestellten Tablets im Unterricht getestet. Einziger negativer Aspekt: Die Lehrer fanden nicht, dass die Tablets die Zusammenarbeit der Schüler erhöhen.

Die Hälfte der befragten Lehrer erblickt zwar eine gewisse Gefahr der Ablenkung, doch geben 62 Prozent an, dass sich das Projekt insgesamt positiv auf die Konzentration der Schüler ausgewirkt hat. 26 Prozent haben die Erfahrung gemacht, dass die Schüler motivierter bei der Erledigung der Hausaufgaben sind. Die Befürchtung, dass die Schüler ihre schriftlichen Einträge oder die Heftführung vernachlässigen, hat sich nicht bestätigt. Andererseits gaben immerhin 73 Prozent der Lehrer zu bedenken, dass allein durch technische Schwierigkeiten das Tablet zu sehr im Mittelpunkt des Unterrichts steht.

Allerdings setzten die Lehrer die Geräte auch recht unterschiedlich intensiv ein: Nur 27 Prozent nutzen sie in fast allen Stunden, 46 Prozent gaben an, dass sie diese noch nicht einmal in der Hälfte der Unterrichtsstunden einsetzen. Dass sich viele Lehrer mehr praxisnahe Fortbildungen bezüglich des sinnvollen Unterrichtseinsatzes wünschen, erklärt die zurückhaltendere Verwendung.

Zwei Drittel der ebenfalls befragten Schüler der Klassen 5 gaben an, dass ihnen die Arbeit mit den Tablets Spaß mache. Überwiegend stimmten sie der These zu, dass man damit selbstständiger arbeiten und zu Hause Lerninhalte besser nachholen könne. Vor allem bewerten sie positiv, dass man mit Tablets das eigene Lerntempo selber bestimmen könne. Den Lehrern gaben sie in puncto Tabletkompetenz gute Noten, differenzierter sieht das Bild bei der Einsatzbereitschaft im Unterricht aus. So arbeiteten die Schüler am häufigsten in den Fächern Mathematik, Musik und Biologie mit Tablets, gefolgt von Englisch und Erdkunde. Der Großteil der Schüler fühlt sich selbst fit im Umgang mit den Rechnern und von den Lehrern bei Problemen auch gut unterstützt. Kein Wunder daher, dass sich die meisten Schüler gerne mehr Technik-Einsatz im Unterricht wünschen.

Quelle: RP
 
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