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Kolumne Calm Down (8)
Lesen als Mittel gegen Stress

Kolumne Calm Down (8): Lesen als Mittel gegen Stress
Ewa Salamon liest zur Entspannung auch schräge Krimis. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Langenfeld. Jeder hat seine eigene Methode, um dem alltäglichen Stress zu entfliehen. Ewa Salamon taucht im Grunde täglich in andere Welten ein - mit Büchern. "Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als abends gemütlich ein Buch zu lesen", findet die Literaturfreundin. Couch, Bett, Badewanne - der Ort für das Lesevergnügen ist dabei im Grunde frei wählbar. "Wichtig ist, dass man sich ganz bewusst die Ruhe nimmt, vielleicht ein Glas Wein oder eine Tasse Tee dazu macht, und dann die Außenwelt vergisst." Dafür sei es unerlässlich, auch das Handy und andere störende Einflüsse auszuschalten.

"Lieber ein paar Maronen in den Ofen legen und beim Lesen genießen", rät die Bücherfreundin. Für sie ist die tägliche Auszeit fast schon ein Muss. "Es ist beruhigend, erweitert den Horizont und führt in weit entlegene Ecken - auch des eigenen Bewusstseins", meint Salamon. Sie empfiehlt derzeit "Das Buch der Unruhe" von Fernando Pessoa. Der portugiesische Autor hat darin allerhand Philosophisches mit Lebensweisheit und anderen Einsichten über die menschliche Existenz verknüpft. "Das ist interessant, aber auch inspirierend - und es regt zum Nachdenken an."

Außerdem liest sie gerade die "Skullduggery Pleasent"-Reihe, bei der ein knochiger Kommissar Fälle löst. "Knochig" ist dabei wortwörtlich gemeint, denn der Ermittler ist ein Skelett und er ist vor allem für Menschen zuständig, die besondere Fähigkeiten haben. "Das ist witzig, unterhaltsam und auch ein bisschen skurril", meint die 45-Jährige.

Im Grunde, sagt sie, habe sie in jedem Zimmer ein anderes Buch liegen - damit sie, je nach Bedarf, hier und dort in ihren Lieblingsgeschichten schmökern kann. In Neuseeland gebe es gar "Langsam-Leseclubs", in dem sich Leute regelmäßig in einem Café treffen, ganz in Ruhe, um ein wenig zu lesen. "Das ist eine bewusste Entschleunigung des Alltags", meint Salamon. "Ich habe das Konzept sofort verstanden. Heutzutage hat man den Eindruck, dass alles immer schneller und hektischer wird." Das gedruckte Wort hingegen steht dagegen wie ein Fels in der Brandung der Stromschnellen des Alltagsstresses. Nicht umsonst heißt es, dass Papier geduldig sei. "Lesen entspannt, erregt, unterhält, lässt einen lachen und manchmal auch weinen - und wenn das Buch richtig gut ist, vergesse ich alles Andere um mich herum." dora

Quelle: RP
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