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Weihnachts-Wissen (7)
Lichtgestalten im Advent

Langenfeld. Rituale und Bräuche sind aus der Adventszeit nicht wegzudenken. Doch woher kommen Apfel, Nuss und Mandelkern? Experte Manfred Becker-Huberti erklärt, was es damit auf sich hat.

Zwei Lichtgestalten stehen am Anfang des Advents: Barbara und Nikolaus. Der Gedenktag der hl. Barbara wird am 4. Dezember begangen. Die Legende nennt als Zeitpunkt ihres Martyriums die Regierungszeit des Kaisers Maximians (306) und Nikomedien als Lebensraum. Der heidnische Vater Dioskuros ließ Barbara ihrer Sicherheit wegen in einen Turm sperren, wo sie als Symbol der Trinität ein drittes Fenster brechen ließ. Als Christin verfolgt, wird sie von ihrem Vater enthauptet, den darauf ein Blitz erschlägt.

Vom Bischof Nikolaus von Myra wissen wir nur Legendarisches. Eine dritte Heilige, Lucia, die Lichtvolle, ist um 304 in Syrakus als Christin hingerichtet worden. Bis zur Gregorianischen Kalenderreform 1582 fiel der Festtag der hl. Lucia, der 13. Dezember, auf die Wintersonnwende, ein Lichtertag, da durch die ungenaue Jahresberechnungsmethode "der Kalender nachging", d.h. am 13. Dezember war nach dem Sonnenjahr bereits der 25. Dezember. Papst Gregor XIII. beseitigte den Fehler dadurch, dass er 1582 einige Tage ausfallen ließ: Auf Donnerstag, 4. Oktober, folgte unmittelbar Freitag, 15. Oktober. Weil damals der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres war, trug die Darstellerin der Lucia eine Lichterkrone. Bei der Rorate-Messe wird am frühen Morgen vor dem ausgesetzten Allerheiligsten gefeiert. Die Kirche wird nur durch die Kerzen erhellt.

Quelle: RP
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