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Langenfeld
LVR ist "preiswerteste Klinik im Rheinland"

Langenfeld. Zur 50. Jahrestagung der Fachgruppe Psychiatrie hatte die Langenfelder Einrichtung eingeladen. Von Martin Mönikes

Holger Höhmann, Vorsitzender des Klinikvorstands der LVR-Klinik, hatte seine rund 150 Kollegen der Fachgruppe Psychiatrie im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands zur 50. Jahrestagung nach Langenfeld geladen. Im Jubiläumsjahr beschäftigt die Fachleute primär die in wenigen Wochen anstehenden Änderungen des Gesetzes zur Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen. Deshalb nutzten die Krankenhausdirektoren die Gelegenheit, mit Vertretern der Politik über bereits erfolgte Korrekturen und aus ihrer Sicht weitere, notwendige Verbesserungen des Entwurfs zu sprechen.

Höhmann betonte vor Journalisten die bisherigen Erfolge des Verbandes bei der Weiterentwicklung der 20 Jahre alten Regelungen, insbesondere beim neuen Entgeltsystem für psychiatrische Leistungen, dennoch sei es wichtig "die noch bestehenden Kritikpunkte anzusprechen, um die qualitative hochwertige Versorgung psychisch erkrankter Menschen weiterhin zu gewährleisten.

Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion - und Vertreter der großen Koalition -, zeigte sich vor allem damit zufrieden, dass die in Rede stehende Fallpauschale vom Tisch sei. "Es gibt keine Rosinenpickerei, weil die einzelnen Häuser -wie bisher - in Budgetverhandlungen gemäß ihren besonderen Angeboten und Leistungen finanziert werden können". Damit sei der örtlichen LVR-Klinik geholfen, die eine hohe Leistung erbringe,. Lauterbach erinnerte daran, dass dieses wichtige Gesetz als einziges der großen Ziele im Gesundheitsbereich nicht im Koalitionsvertrag vereinbart war, aber dank der Initiative der Fraktionen der großen Koalition nun doch auf der Zielgeraden sei. Er selbst habe in der offenen Diskussion mit den Ärzten wichtige Hinweise erhalten.

MdB Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, mahnte an, die für die Personalkosten angestrebte "Nachweispflicht" zu flexibilisieren, um auf örtliche Besonderheiten oder die Patientenstruktur reagieren zu können. Mehr als 80 Prozent der Kosten in den Häusern sind Personalkosten, und Tarifsteigerungen werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt.

Höhmann verwies unter Hinweis auf seine Vorstandskollegen Katrin Erk (Mannheim) Thomas Brobeil (Rottweil) und Klaus Kupfer (Weinsberg) auf die unterschiedlichen Regelungen zu den Investitionskostenförderungen der Krankenhäusern in den Bundesländern. Dabei beschrieb er Langenfeld beispielhaft als "die preiswerteste Klinik im Rheinland".

Quelle: RP
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