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Langenfeld
LVR-Klinik legt Grundstein für Neubau

Langenfeld: LVR-Klinik legt Grundstein für Neubau
Einen Stahlbehälter mit aktueller RP, Münzen, Bauplänen und Urkunde mauerten (v.l.) Holger Höhmann, Thomas Hendele, Anne Henk-Hollstein, LVR-Dezernentin Renate Hötte und Frank Schneider bei der symbolischen Grundsteinlegung ins Fundament ein. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. Für 30,5 Millionen Euro errichtet der Landschaftsverband ein Stationsgebäude für psychisch Kranke und Süchtige. Von Stephan Meisel

Auf dem Gelände der LVR-Klinik ist der Grundstein für eines der teuersten Bauvorhaben Langenfelds gelegt. Rund 30,5 Millionen Euro investiert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) nach eigenen Angaben in das neue Stationsgebäude der Abteilungen Allgemeine Psychiatrie und Suchtkrankheiten. "Voraussichtlich Mitte 2018 wird dieser Neubau bezogen", sagte Anne Henk-Hollstein aus der Landschaftsversammlung, dem politischen Gremium des Verbands. Dann werde direkt daneben das aus den 1960er-Jahren stammende Bettenhaus abgerissen und das frei werdende Gelände dem öffentlich zugänglichen Klinikpark zugeschlagen. "Dies ist eine wesentliche Auflage aus der Baugenehmigung", unterstreicht Henk-Hollstein.

In der Allgemeinen Psychiatrie werden Menschen behandelt, die etwa manisch-depressiv sind, an Angstzuständen leiden oder in einer behandlungsbedürftigen Lebenskrise stecken. Laut Chefarzt Dr. Wolfgang Schwachula wird sich im Neubau die Bettenzahl von zurzeit 240 auf 144 verringern. "Aber wir wollen unsere Angebote in nächster Zeit ja weiter dezentralisieren." Hierfür werden zurzeit in mehreren Städten der Region entsprechende Kapazitäten geschaffen. "Wer nach einer stationären Behandlung die Langenfelder LVR-Klinik wieder verlässt, fällt im Kreis Mettmann nicht in ein Loch", merkte Landrat Thomas Hendele in seiner Ansprache an. Die ambulante Versorgung werde ausgebaut, das Netz erstrecke sich über alle kreisangehörigen Städte.

Nach Angaben des Langenfelder LVR-Klinikdirektors Holger Höhmann gehört zu diesem Konzept beispielsweise das Gerontopsychiatrische Zentrum mit Tagesklinik und Ambulanz in Langenfeld. Ab dem Frühsommer werde an der Ecke Lessing-/Solinger Straße ein Neubau errichtet, 2,5 Millionen Euro habe der LVR hierfür veranschlagt. Zur weiteren Dezentralisierung entsteht laut Höhmann bis Mitte 2018 am Klinikum Leverkusen-Schlebusch eine Tagesklinik mit 30 Behandlungsplätzen und 30 Betten. In Solingen, wo sich schon ein gerontopsychiatrisches Zentrum befindet, baue der LVR wohl ab dem Spätsommer zwei Stationen mit je 20 Betten. "Zudem wurde letzte Woche für eine Tagesklinik mit 30 Plätzen in Mettmann auf dem Gelände des evangelischen Krankenhauses der Bauantrag gestellt."

Herzstück dieses regionalen Konzepts bleibt freilich die Langenfelder LVR-Klinik. Die Investition von mehr als 30 Millionen Euro wertete Landrat Hendele als Beleg für die große Bedeutung, die der Landschaftsverband diesem Standort beimesse. "Wer baut, der bleibt - das ist auch für die Zukunft ein gutes Zeichen. Es gibt ja auf dem Gelände noch weiteren Sanierungsbedarf."

Ähnlich äußerte sich Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider, der die gestalterische Qualität und das Energiekonzept des Neubaus lobte. "Obwohl er modern ist, fügt er sich dennoch gut in den wunderbaren Park mit seinen historischen Klinikbauten ein. Der Festsaal ist der schönste in ganz Langenfeld."

Quelle: RP
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