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Monheim
Malbork-Kreis ruft Stammtisch ins Leben

Monheim: Malbork-Kreis ruft Stammtisch ins Leben
FOTO: Sommerfeld Jörg
Monheim. Die Mitglieder gestalten das aktuelle Besuchsprogramm für Gäste aus der polnischen Partnerstadt mit. Von Sandra Grünwald

Immer mehr Besucher versammeln sich im Saal des Pfarrer-Franz-Boehm-Hauses. Bald sind die bereitstehenden Tische besetzt, munteres Geplauder ist im Gang. Man kennt sich. Die meisten Besucher, die der Einladung gefolgt sind, gehören dem Freundeskreis Malbork an. Der kümmert sich um die Beziehungen zu Monheims polnischer Partnerstadt, dem früheren Marienburg in Westpreußen mit der berühmten Deutschordensburg, ein Weltkulturerbe.

"Wir haben derzeit um die 30 Mitglieder", sagt die neue Schatzmeisterin Maximiliane Richtzenhain. Die städtische Tourismus-Managerin war es, die die Idee hatte, einen Malbork-Stammtisch ins Leben zu rufen. "Der Freundeskreis existiert ja schon seit 15 Jahren, und wir wollen jetzt ein bisschen Werbung machen", sagt die junge Frau, und die Freundeskreis-Vorsitzende Margret Jenniches fügt hinzu: "Und wir wollen ein paar jüngere Leute erreichen."

Aber das ist noch nicht alles. Auch Besuche der Malborker und Gegenbesuche bei ihnen werden besprochen. Alle zwei Jahre macht der Freundeskreis Malbork eine Reise nach Polen, die stets mit einem Besuch der Partnerstadt verbunden wird. "Letztes Jahr hatten wir den Schwerpunkt Krakau und Breslau", berichtet Jenniches. Jetzt kommen die Malborker nach Monheim.

"Es ist ein besonderer Gegenbesuch", sagt der stellvertretende Freundeskreis-Vorsitzende Peter Buter. Denn im Rahmen dieses Besuchs wird am morgigen Freitag ab 14 Uhr der Malbork-Platz im Süden Monheims (Königsberger Straße) eingeweiht. Mit dabei sein wird Malborks Bürgermeister Marek Charzewski, ebenso wie der Jugendchor Jugendchor Balbiny. Bereits am heutigen Donnerstag gedenken die Monheimer und ihre polnischen Gäste der jüdischen Opfer der NS-Pogromnacht vor 79 Jahren (Altstadtkirche, Grabenstraße, 18 Uhr).

Auf dem Besuchsprogramm steht natürlich auch eine Besichtigung der - kleinen - Monheimer Marienburg. Gemeinsam wollen Monheimer und Malborker ein Konzert für den Frieden mit Künstlern aus Syrien, der Türkei und Deutschland besuchen. "Die Malborker werden das volle rheinische Leben miterleben", versichert Peter Buter. Neben dem Martinszug am Freitagabend und einem Gänseessen sind sie auch beim Schelmenwecken am Samstag dabei.

Aber nicht nur über den Besuch aus Malbork wurde beim ersten Malbork-Stammtisch gesprochen, auch über die nächste Reise, die vom 27. Juni bis zum 8. Juli nach Warschau, die Masuren und in die Partnerstadt geht. "Gerade in Zeiten von Misstönen auf Regierungsebene ist Begegnung wichtig", meint Buter. Völkerverständigung wird beim Stammtisch auch ganz praktisch umgesetzt, denn Margret Jenniches hat extra Königsberger Klopse gekocht. Der Malbork-Stammtisch soll viermal im Jahr stattfinden - zum Planen, Diskutieren und Aufgabenverteilen. Interessenten wenden sich an Maximiliane Richtzenhain, Telefon 02173 951-632.

Quelle: RP
 
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