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Monheim
Maria gibt Kranken Hoffnung

Monheim. In der Marienkapelle erteilt Weihbischof Klaus Dick den Segen. Von Kathrin Bochnia

Mit strahlendem Gesicht warten die Gläubigen auf die Krankensegnung. Der Kölner Weihbischof Dr. Klaus Dick, der sich bereits im Ruhestand befindet, spendete diesen nach dem Gottesdienst in der Marienkapelle.

Zum Eröffnungsgottesdienst der Festlichkeiten anlässlich des "Tag der Kranken"sind rund 60 Gläubige aus Monheim und Baumberg in die altehrwürdige Kapelle gepilgert. Dabei hat "jeder jemanden den er kennt, um den Gottesdienst miterleben zu können" mitgebracht, berichtet Hans Schnitzler, Vorsitzender des Marienkapellenvereins. "Zum Teil werden hier auch Krankenbetten reingeschoben, sofern sie durch die Tür passen", erklärt er. Dafür wird in der kleinen, beschaulichen Kapelle der vordere Bereich so eingerichtet, dass viele Rollstühle hinein passen. "So ist es auch Menschen möglich den Gottesdienst zu besuchen, die normalerweise nicht mehr in die Kirche gehen können", meint Schnitzler.

Weihbischof Dick predigt Mut: "Maria kann alles mitempfinden, auch den menschlichen Schmerz." Weiterhin erzählt er, dass es möglich sei, "lebendigen Bezug zu ihr aufbauen" zu können und mit ihr in Kontakt zu stehen, "wie beim Telefonieren".

Die Gläubigen bringen viel Lebendigkeit in die Messe. So schallt der Gesang lautstark durch die kleine Kapelle am Rhein. Auch der Friedensgruß wird bankübergreifend gespendet. Die Messdiener bringen zudem Jugend in das Gotteshaus. Darüber freut sich Schnitzler sehr und lädt sie gleich ein, öfter in der Marienkapelle vorbei zu kommen. Weiterhin ist er dankbar, dass Weihbischof Dick bisher jedes Jahr die Messe am "Tag der Kranken" zelebrierte. Schnitzler zitiert als Grund für seine Motivation, den Tag ins Leben zu rufen, eine Stelle aus dem Weinsberger Report: "Am 7. August 1553 pilgerte Hermann Weinsberg, ein ehemaliger Kölner Ratsherr, mit seiner Familie von Dormagen zur Monheimer Kapelle." Dort sei er auf Bekannte aus Köln getroffen, die von dem großen Leiden unter der Pest berichtet hätten. Barfuß seien sie in Zeiten der Not den Rhein entlang gepilgert. "Heute haben wir zwar keine Pest, aber dafür genügend andere Probleme", so Schnitzler.

Ihre Probleme für einen Moment vergessen konnten die Gläubigen während der Messe, durch die neben Weihbischof Dick auch der hiesige Pfarrer Burkhard Hoffmann führte. Schlussendlich verließen alle Marienverehrer gesegnet und mit einem Strahlen die Kapelle.

Quelle: RP
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