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Langenfeld/Monheim
Marode Radwege werden jetzt erneuert

Langenfeld/Monheim: Marode Radwege werden jetzt erneuert
Die Zusatzschilder "Schäden an Rad- und Gehwegen" sollen überflüssig werden. Das erste abgesperrte Teilstück wird jetzt von Grund auf saniert. FOTO: Matzerath
Langenfeld/Monheim. Landesbetrieb saniert entlang der Berghausener Straße bis Oktober die von Furchen durchzogenen Geh- und Radwege. Zudem stehen Fahrbahnarbeiten für eine grüne Welle an. Kosten: 1,1 Millionen Euro. Von Stephan Meisel

"Hölle des Nordens" wird das französische Radrennen Paris-Roubaix wegen des holprigen Pflasterbelags genannt. Für Radfahrer in Langenfeld und Monheim liegt die Hölle des Nordens an der Berghausener Straße (L 353). Die Radwege entlang dieser Landesstraße sind vor allem in Höhe des Landschaftsparks Fuhrkamp sowie um den S-Bahnhof Berghausen herum voller Furchen, Radler hebt es immer wieder unsanft aus dem Sattel. Endlich hat der zuständige Straßenbau-Landesbetrieb die Beschwerden erhört: Seit dieser Woche lässt er die Rad- und Gehwege von Grund auf erneuern.

"Auf jeder Seite sind das 1630 Meter", sagt Projektleiter Dietmar Giesen von Straßen-NRW. Um den Berufsverkehr möglichst gering zu beeinträchtigen, werde hauptsächlich zwischen 9 und 15 Uhr gearbeitet. Laut Giesen ist die Sanierung "richtig und wichtig". Dies habe die Langenfelder Stadtverwaltung seit Jahrzehnten "immer wieder angemahnt", meinte hierzu der städtische Verkehrsplaner Franz Frank. Auch im Monheimer Rathaus verwies Bau-Bereichsleiter Andreas Apsel auf Vorstöße dieser Art.

Dass dort zuvor so lange nichts getan wurde, liege am Geld, sagt Giesen. Überall in NRW seien schließlich marode Straßen und Wege instandzusetzen. "Das Land muss das hierfür verfügbare Geld gleichmäßig verteilen, auch wenn jeder Bürgermeister sein eigenes Projekt als das wichtigste sieht."

Nach der Dringlichkeitsliste sei die Berghausener Straße aber nun an der Reihe, wo für insgesamt 1,1 Millionen Euro neben der Radwegsanierung auch die Fahrbahn an zwei Stellen verändert wird. Bis 12. Oktober sollen die Rad- und Gehwege nach Giesens Worten "grundhaft erneuert" sein, also nicht nur eine neue Deckschicht bekommen. Dazu werden einzelne Abschnitte gesperrt, wie jetzt zum Auftakt in Langenfeld die Strecke entlang des Reitgeländes von Gut Langfort. "Bei jedem Teilstück wird auf einer Fahrbahnseite immer ein Geh- und Radweg zur Verfügung stehen, so dass keine größeren Umleitungen nötig sind." Zur sicheren Querung der L 353 werde in Höhe der Bushaltestelle am Mühlenweg zusätzlich eine Baustellenampel aufgestellt.

"Wegen des Einsatzes großer Baufahrzeuge" werden nach Giesens Angaben auf dem ersten gesperrten Abschnitt zunächst aus Baumkronen Äste bis zu einer Höhe von viereinhalb Metern abgesägt. Damit dürften sich auch Beschwerden von Radfahrern über dort allzu tief hängende Äste erledigen, die laut Patrick Sahm zuletzt immer wieder beim Langenfelder Betriebshof eingegangen sind.

Nach dem von beiden Städten gemeinsam für eine grüne Welle auf der L 353 in Auftrag gegebenen Konzept stehen auf der Fahrbahn laut Giesen an zwei Knotenpunkten Umbauten an: In den Herbstferien wird die Verkehrsinsel an der Einmündung Elisabeth-Selbert-Straße abgebaut und stattdessen dort auf der Fahrbahn eine separate Rechtsabbiegespur ins Gewerbegebiet angelegt. Am Ende der Abfahrt der A 59 (aus Düsseldorf) werde im September/Oktober die Rampe verbreitert und Richtung Langenfeld eine zweite Linksabbiegespur angelegt.

Quelle: RP
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