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Langenfeld
Masterplan wird deutlich abgespeckt

Langenfeld: Masterplan wird deutlich abgespeckt
Der Platz vor dem Museum soll klarer erkennbar sein - ein Vorhaben des Masterplans Neandertal, von dem wenig übrig bleibt. FOTO: Plan Lokal/ Kreis Mettmann
Langenfeld. Die CDU möchte im Neandertal den Rotstift ansetzen und rund 1,75 Millionen Euro einsparen. Von Oliver Wiegand

Bei Bier, Wein und Schnittchen wurden im vergangenen Sommer die Pläne von gleich vier Architektenbüros präsentiert. Unter dem Namen "Masterplan Neandertal" hatten sich die Landschaftsdesigner Gedanken gemacht, wie man das Tal touristisch aufwerten kann. Der Kreis Mettmann wollte tief in die Tasche greifen. - doch von dem einstigen 4,5- Millionen-Euro-Projekt bleibt immer weniger übrig.

"Aufgrund der aktuellen Haushaltslage sehen wir uns gezwungen, beim Masterplan deutlich abzuspecken und uns auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren", sagt Klaus-Dieter Völker, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Einsparungen von 1,75 Millionen Euro sollen durch eine Verschiebung des Baubeginns und Reduzierung der geplanten Projekte erreicht werden.

Die Museumsbrücke, Spielplatzbrücke und der Spielplatz sollen wichtige Bestandteile bleiben, so die CDU. Auf die Neugestaltung des Museumsparkplatzes, den Bau eines neuen Fußweges zum Bahnhof Neandertal und die Aussichtsplattform auf dem Kalkzug könnte man hingegen verzichten.

"Der Spielplatz muss sich in die Thematik des Museums einfügen und soll dabei zu einem eigenständigen Highlight werden", sagt Völker. Damit dies gelingt, sollen Kinder- und Jugendliche in den Planungsprozess einbezogen werden. "Was nutzt uns die beste Planung, wenn am Ende die Kinder nicht angesprochen werden?", meint Völker.

Die durch die Verschiebung gewonnene Zeit von zusätzlich einem Jahr müsse genutzt werden, um diesen Prozess zu gestalten. Fast ins gleiche Horn bläst auch die FDP-Fraktion im Kreistag. "Die großen Träume sind vorbei", sagt Klaus Müller, Fraktionsvorsitzender der Liberalen. Die von der FDP bereits in den letzten Jahren vertretene Erkenntnis, dass für realitätsfremde Denkmäler kein Spielraum vorhanden sei, setze sich offenbar langsam durch.

Mit einem Antrag im zuständigen Ausschuss des Kreises am 26. November möchte die CDU ihre Vorstellungen einbringen. Seit mehr als acht Jahren wird über den "Masterplan Neandertal" diskutiert.

Es gab viele Ideen, die alle mangels Geld- und Fördermittelmangel nicht realisiert werden konnten. Ursprünglich sollte im Tal ein für Besucher auch aus entlegenen Regionen sicherlich sehr interessanter Hochpfad gebaut werden, der Baumwipfel miteinander verbindet. Nachdem dann Jahre später endlich klar war, dass es dafür weder von der Europäischen Union noch vom Land NRW auch nur einen einzigen Cent dazu gab, sollte stattdessen ein spektakulärer Aussichtsturm auf dem Gelände gebaut werden. Doch auch der Turm scheiterte an fehlender Finanzierung.

Quelle: RP
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