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Monheim
Mehr Busse, mehr Linien, mehr Fahrer

Monheim: Mehr Busse, mehr Linien, mehr Fahrer
Detlef Hövermann will die Fahrpläne besser an die Bedürfnisse der Pendler anpassen. Auch am Wochenende wird die Taktung enger. FOTO: Matzerath
Monheim. Bis zum Jahresende investieren die Bahnen der Stadt 2,1 Millionen Euro. Dazu kommt das Projekt selbstfahrende Busse. Von Petra Czyperek

Die Bahnen der Stadt Monheim (BSM) wollen ihr Liniennetz bis zum Jahresende erheblich erweitern. Zu den 1,7 Millionen Kilometern, die die Fahrer bisher pro Jahr unterwegs sind, kommen wohl noch einmal 731.000 Kilometer hinzu. Das teilt der Sprecher des städtischen Tochterunternehmens, Norbert Jakobs, mit. Für das gesamte Zusatzpaket wird mit 2,1 Millionen Euro pro Jahr viel Geld in die Hand genommen. BSM-Geschäftsführer Detlef Hövermann kalkuliert aber nach der Eingewöhnungsphase nach rund fünf Jahren mit zusätzlichen Erlösen durch mehr Fahrgäste von einer halben bis einer Million Euro.

So wird der Fahrzeugpark an der Daimlerstraße von 30 auf 43 Busse aufgestockt. Und es gibt mehr Personal. Rund 19 Stellen seien vorgesehen, sagt Jakobs. Dass die zuständigen Gremien im Kreis Mettmann zustimmen, gilt als ausgemacht. In den Ausbau eingebunden ist das Pilotprojekt "autonome Busse". Drei elektrisch betriebene Fahrzeuge sollen die Altstadt mit dem Busbahnhof verbinden. Jeweils zwölf Fahrgäste haben darin Platz. Eine Begleitperson fährt mit. Der Rat hatte kürzlich 300.000 Euro für die Planung genehmigt. Stadt und BSM bereiten jetzt die Vergabe vor. "Wir gehen davon aus, dass die Busse voraussichtlich zum Jahresende fahren", sagt Stadtsprecher Thomas Spekowius.

Ziel der Investitionen ist es, die Bahnen fit für die Zukunft zu machen. "Wir bleiben aber an unserem Standort an der Daimlerstraße", sagt Detlef Hövermann, Geschäftsführer des Monheimer Verkehrsunternehmens. Mittelfristig müsse für die zusätzlichen Busse eine weitere Halle gebaut werden. Das sei logistisch zwar eine "gewisse Herausforderung", man überlege aber, eine gute Lösung zu finden. "Auf dem Vorhof unseres Betriebsgeländes ist noch Platz."

Profitieren werden die Kunden. Um den Pendlern, die auf eine gute Anbindung an den S-Bahnhöfen angewiesen sind, die Wartezeit zu verkürzen, wird auf der Linie 789 der Zehn-Minuten-Takt, den es bereits von Baumberg nach Hellerhof gibt, auch für die umgekehrte Richtung bis zur Haltestelle Hochschule/Rheinpark eingeführt. Auch der Schnellbus SB 78 fährt zwischen 6 und 8.30 Uhr beziehungsweise 15.30 bis 19 Uhr alle zehn Minuten. Ebenfalls die Linie SB 79. Auch die Linien 790 und 791 sind in den Hauptverkehrszeiten im zehn-Minuten-Takt unterwegs. So gelinge das Umsteigen in die Busse 788 und 789 am Busbahnhof und am Kulturzentrum besser, sagt Sprecher Norbert Jakobs. Bei der Planung habe man auch den Rhein-Ruhr-Express (RRX) im Blick. Er solle voraussichtlich ab Dezember 2019 beziehungsweise Dezember 2020 in Düsseldorf-Benrath und Leverkusen-Wiesdorf halten. "Beide Bahnhöfe werden dann im 30-Minuten-Takt mit dem Gewerbegebiet an der Alfred-Nobel-Straße verbunden", berichtet Jakobs.

In der Freizeit profitierten die ÖPNV-Nutzer von besseren Anschlüssen. Da die S 6 jetzt samstags alle 20 Minuten fährt, sind auch die Busse der Linien 777, 789, 791 und NE 13 öfter unterwegs. Wer am Wochenende ins Mona Mare oder in die Altstadt möchte, nutzt zwischen 9 und 18 Uhr die neue Ringlinie NE 12. Die Linie 788 werde sonntags für Kirchgänger und Besucher des Benrather Krankenhauses bereits ab 9 Uhr eingesetzt, sagt Jakobs. Die Linie 777 fährt sonntags alle 30 Minuten (bisher stündlich). In der Woche endet der Busbetrieb der 777 gegen 24 Uhr, die Linien 789 und 791 fahren um zwei Uhr morgens ins Depot.

Quelle: RP
 
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