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Monheim
Messe gibt Tipps für das Leben im Alter

Monheim: Messe gibt Tipps für das Leben im Alter
Wie schon vor zwei Jahren (unser Bild), so freuen sich die Organisatoren Jens Geyer, Werner Bischoff und Bernd Bormacher (v. l., mit Helmut Söhn auf dem Rollator) auf die Seniorenmesse. FOTO: MATZERATH
Monheim. Die Monheimer Seniorenmesse bietet am kommenden Sonntag mit etwa 40 Ausstellern umfassende Beratung zum Leben im Alter. Los geht es ab 10.30 Uhr auf dem Gelände der Peter-Ustinov-Gesamtschule. Von Dorian Audersch

Heidi Ferg kennt so gut wie alle Hürden und Probleme, die rund um das Thema Pflege auftauchen können. Sie ist Pflegedienstleiterin der Sozialstation, die von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Langenfeld betrieben wird - und auch für Monheim zuständig ist. Das zentrale Ziel sei, dass ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben. "Wir liefern dazu unter anderem gute Beratung und Informationen", sagt Ferg.

"An unserem Stand auf der Seniorenmesse klären wir Fragen rund um Versicherung, Pflegestufen oder Entlastungsangebote für Angehörige", wirbt die Fachkraft. Sie weiß, wie kompliziert die Gesetzgebung im Pflegebereich ist. Gute Beratung sei daher das A und O. Die Sozialstation der Awo ist einer von 40 Ausstellern, die am Sonntag auf der Gelände der Peter-Ustinov-Gesamtschule sich und ihre Angebote vorstellen. "Wir haben wieder eine vielseitige Mischung auf die Beine gestellt", freut sich der Mitorganisator und zweite Vorsitzende der Monheimer Awo, Bernd Bormacher.

Mit dabei sind neben ambulanten und stationären Pflegediensten unter anderem auch Möbelhäuser, Sportvereine, Kreispolizei, Sanitätshäuser und Bestatter. Vor allem Letztere schätzen Bormachers Meinung nach die Seniorenmesse, um mit potenziellen Kunden zwanglos ins Gespräch zu kommen. "Die Hürde, auch ein so unangenehmes Thema wie den Tod und die damit verbundenen Formalitäten anzusprechen, sind an einem Messestand deutlich niedriger als in den Instituten", sagt er.

Neben der teilweise anschaulichen Darstellung von Sportangeboten für Betagte und anderen Themen rund um das Altwerden sind auch Apotheker am Start - so wie Dr. Kornelia Geißler, die gemeinsam mit Georg Proempeler die Rhein-Apotheke an der Krischerstraße leitet. An ihrem Stand gibt es neben Beratung und Information auch verschiedene kostenfreie Aktionen, um sich als Besucher in die Lage von Senioren versetzen zu können.

"Mit einer Brille simulieren wir alterstypische Einschränkungen des Auges", sagt Geißler. Auch andere Sinne seien durchaus vom Alterungsprozess betroffen: "Wir hören und sehen schlechter, aber auch die Feinmotorik und der Tastsinn lassen nach." Die kleinen Experimente am Stand der Apotheke sollen daher die Sensibilität gegenüber Senioren stärken und auch jüngeren Messebesuchern einen Eindruck vermitteln, wie das Leben im Alter sein kann. "Das ist nicht als Abschreckung gemeint, sondern als Hilfe, eine gewisse Empathie Älteren gegenüber zu entwickeln.

Außerdem können gratis Blutdruck oder Zuckerwerte gemessen werden. Auch eine Körperfettmessung ist möglich. "Die Seniorenmesse wird seit jeher gut angenommen und ist längst eine Institution geworden", meint Jens Geyer. Der SPD-Landtagsabgeordnete ist seit vielen Jahren im Organisationsteam. Rund 1000 Besucher erwarten SPD und Awo am Sonntag. "Das sind längst nicht nur Senioren, sondern auch ihre Kinder und Enkel, die sich möglichst stressfrei informieren wollen", betont Geyer.

Quelle: RP
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