| 00.00 Uhr

Britta von Anklang im Interview
Mit Hühnersuppe von Termin zu Termin

Langenfeld. Sie leitet drei Monheimer und Langenfelder Chöre und ist derzeit im Dauerstress mit Auftritten.

Welche Chöre leiten Sie?

Britta von Anklang Ich leite den "Langenfelder Kinder- und Jugendchor" seit März diesen Jahres, bin seit sechs Jahren Stimmbildnerin beim Jugendchor "Encore" am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, leite den Awo-Chor 66+ unter dem Dach der Musikschule seit knapp drei Jahren und den Baumberger Frauenchor "Querbeet" seit 1,5 Jahren.

Wie schaffen Sie den Spagat mit den verschiedenen Altersgruppen?

von Anklang Die Herausforderung der verschiedenen Altersgruppen von sechs bis 91 Jahre macht mir Spaß und ist deshalb eigentlich keine. Durch meine Gesangstätigkeit auf Kreuzfahrtschiffen kenne ich die Tagesform der Senioren, ihre Launen, Stärken oder körperliche Schwächen und kann darauf eingehen. Während die Sechs- bis Zehnjährigen des LaKiJu-Chores sich in der Chorprobe am besten benehmen, sind die Jugendlichen die größte Aufgabe sowohl pädagogisch als auch künstlerisch.

Wo singen Sie überall?

von Anklang Die Anfragen für den LaKiJu Chor, den Awo-Chor und "Querbeet" kommen zum Glück alle aus dem Umkreis. Dieses Jahr durften wir beim Weihnachtskonzert des Langenfelder Frauenchores mitwirken, in Baumberg eine Nikolausfeier gestalten, in der Stadthalle bei der Awo-Feier und in Haus Graven singen. Regionale Anfragen haben Vorrang, das soll auch so bleiben.

Worin liegen mögliche organisatorische oder logistische Probleme in der Adventszeit?

von Anklang Das Zeitmanagement ist eine Kunst. Alle Chöre zusammen genommen haben dieses Jahr neun Auftritte, das sind 15 Extratermine, die in der Zeit vom 1. bis 20. Dezember. Die Kinder müssen zu allen Terminen und Auftritten von den Eltern gebracht werden. Auch für die Senioren ist die Anreise zum Auftrittsort nicht immer leicht. Jeder einzelne Auftritt muss organisatorisch schriftlich perfekt vorbereitet werden, sonst stehen die jungen und älteren Sänger am falschen Tag vor der falschen Kirche oder im falschen Saal. Ohne die Eltern wäre das alles nicht realisierbar.

Was ist das Besondere an der Arbeit mit Ihren Chören?

von Anklang Das Besondere für mich ist, dass ich mich persönlich für diese Chöre entschieden habe und sie deshalb von Anfang an "lieb" hatte. Das spüren die Sänger. Die Senioren sorgen sich immer um mein leibliches Wohl: Da wird sofort die weltbeste Hühnersuppe gekocht, sobald "die Chefin" einen Kratzhals hat. Die Kinder zeigen ihre Zuneigung bekanntlich sehr direkt und die pubertierende Jugend zeigt es, indem sie zuverlässig zu den Proben kommt und bei Auftritten auf den Punkt Höchstleistung abliefern. Zum Frauenchor habe ich als Frau einen leichten Zugang. LaKiJu Chor, Querbeet und Awo-Chor haben ihre Mitgliederzahlen verdoppelt, bzw. verdreifacht. Außerdem habe ich das Glück, von engagierten Chorvorständen unterstützt zu werden.

Warum ist es schön in der Vorweihnachtszeit aufzutreten?

von Anklang Bei den Auftritten wird die Probenarbeit in Form von Applaus und Anerkennung von außen belohnt. Da kann ich als Chorleiterin zig mal loben.

VIOLA GRÄFENSTEIN STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Britta von Anklang im Interview: Mit Hühnersuppe von Termin zu Termin


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.