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Kreis Mettmann
Mit Ingwer und Knofi gegen die Grippe

Kreis Mettmann. Omas Hausmittel anzuwenden, kann vor mancher Atemwegserkrankung schützen. Der Verzehr von Ingwer, Knoblauch und saisonalem Gemüse ist also nicht bloß was für den Gaumen, sondern stärkt das Immunsystem. Von Valeska von Dolega

Pfeffer war früher ein Zahlungsmittel und Schwarzkümmel ist das Aspirin der Araber. Dort, wo eine Vielzahl exotischer Gewürze wachsen, dachte man früher, sei das Paradies.

Als Omas Heilmittel sorgen viele von ihnen noch heute für quasi paradiesische Zustände, wenn in Herbst und Winter vermehrt Atemwegserkrankungen drohen. Nicht nur Sängerinnen wie Marianne Faithful schwören dem Vernehmen nach auf frisch aufgebrühtes Ingwer-Wasser. "Diese Wurzel enthält ätherische Öle und sogenannte Scharfstoffe", erklärt Sabine Weinling, Ärztin in Ratingen. Letzteren wird sowohl eine schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben und gegen Übelkeit hilft sie auch. Und dass Ingwer die Durchblutung anregt, macht sich an den warmen Händen und Füßen bemerkbar. Weitere Tipps der Ärztin sind der Verzehr der Allzweckwaffe Knoblauch oder der frisch aufgebrühte Zwiebelsud.

"Die gesunde, abwechslungsreiche und normale Ernährung ist vollkommen ausreichend, sich gegen Erkältungen zu wappnen", bestätigen andere Ärzte. Ein niedergelassener Kollege erklärt, zurzeit "bis zu 100 Virusfälle pro Tag" in seiner Praxis zu sehen. Als Prophylaxe, sich anzustecken, setzt er auf Frischluftzufuhr bei langen Spaziergängen und dem Verzehr ausreichender Wassermengen.

"Vitamine in frischem Obst und rohem Gemüse sind natürlicher Herkunft und deshalb empfehlenswert", sagt Sabine Weinling. Die Faustregel, fünf Mal täglich eine Handvoll Lebenselixier in Form von frischem Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, gilt als Richtlinie. Oft allerdings reicht die Menge nicht aus oder es wird zu wenig dieser natürlichen Vitalstoffe resorbiert. Hier hilft es, künstliche Vitamine zusetzen.

Hat allen Vorsichtsmaßnahmen mit Gesundmachern wie Ingwer, Knoblauch, Trauben, Kiwi, Mandarinen und Orangen sowie sämtliches saisonales Gemüse ihre Wirkung verfehlt, empfehlen Ärzte "viel Schlaf. Schlaf stärkt das Immunsystem und das gibt Kraft." Eine Einschlafhilfe ist eine Tasse warmes Bier. Bekanntermaßen schwächt zu viel Alkohol das Immunsystem und entzieht dem Körper Wasser. Aber Bier enthält Hopfen, dessen ätherische Öle und Bitterstoffe schlaffördernd wirken. Die Wärme verstärkt diesen Effekt. Als weiteres Hausmittel ihrer eigenen Großmutter bringt Sabine Weinling die Inhalation von heißen Dämpfen in Erinnerung. "Das wirkt schleimlösend", vor allem, wenn Salz oder Kamille ins Wasser gegeben werden. Bleibt noch das Thema Grippe-Impfungen. "Die Ständige Impfkommission Stiko www.rki.de gibt klare Empfehlungen", wissen die Ärzte. Das mögliche Problem einer Impfung ist, das nicht alle der grassierenden Viren, die von Saison zu Saison variieren, abgedeckt werden.

Quelle: RP
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