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Langenfeld
Mit Winnetou und Wehmut durch Kroatien

Langenfeld: Mit Winnetou und Wehmut durch Kroatien
Das Schauspielensemble der Musikschule Langenfeld unter der künstlerischen Leitung von Ingrid Bembennek brachte das Stück auf die Bühne. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Das Schauspielensemble der Musikschule Langenfeld führte das Stück "Komm ein bisschen mit nach Kroatien" auf. Rund 150 Zuschauer durften am Freitagabend auf einer multimedialen Reise im Flügelsaal des Kulturzentrums erleben, welche kulturellen und landschaftlichen Schönheiten das jüngste EU-Land Kroatien zu bieten hat. Von Viola Gräfenstein

Mit dem Streifzug "Komm ein bisschen mit nach Kroatien", der im Rahmen des diesjährigen Kroatienjahres stattfand, begaben sich die Zuschauer nicht nur auf eine geografische und kulturelle, sondern auch auf eine kulinarische Entdeckungsreise. So kredenzte das Serviceteam des Fördervereins der Musikschule gleich zu Anfang kroatischen Schinken, Käse, Wurst und Wein. Die Zuschauer lernten unter anderem, dass der kroatische Trüffel das Gold des Landes ist, zu Kroatiens Markenzeichen die rote Krawatte zählt und das größte, kroatische Musikinstrument eine Meeresorgel ist.

Ausgangspunkt bildete die Weinstube Stipo. Die Geschichte: Als auf dem Weg durch Kroatien Günni und Mattes, zwei reiselustige Rentner aus dem Rheinland, in der Weinstube Stipo mit ihren Fahrrädern auftauchen, ergreift die gastfreundliche Familie von Weinlokalbesitzer Stipo die Gelegenheit, dem Rentnerduo bei Wein und landestypischem Essen Land und Leute näher zu bringen. Dabei lernen diese viele Gepflogenheiten des Landes kennen und lieben. Zum Schauspielteam des diesjährigen Streifzuges zählten auch dieses Mal wieder Jochen Buff in der Rolle des lustigen Weinbauerns Stipo, Angela Arndt als seine Ehefrau Dajana, die hochschwanger mit ihrer schönen Stimme das Publikum mit zahlreichen Liedern in kroatischer Sprache bezauberte, Ingrid Bembennek als trocken-humorvolle, deutsche Mutter von Stipo sowie Daniela Viol als liebreizende Küchenfee Klara, die mit ihrem Gesang und als wandelndes Lexikon beeindruckte.

Außerdem sorgte das Duo Klaus Bembennek und Wilfried Schwarz in ihren Doppelrollen als etwas tollpatschige sowie in die Jahre gekommene Winnetou- und Old- Shatterhand-Versionen für große Erheiterung beim Publikum. Die Geschichte, die an manchen Stellen etwas konstruiert wirkte, bot aber viele abwechslungsreiche, musikalische Einlagen und einen Querschnitt durch den Musikreichtum des Landes. Ein Höhepunkt des Abends war der Klapa-Männerchor "Bandira", der sich mit seinen Liedern, die an die melancholischen Klänge des Fado-Gesanges aus Portugal erinnerten, in die Herzen der Zuschauer sang.

Toni Damjanovoc berührte die Zuschauer als Bariton mit seinem Sologesang. Jan Raderschatt leitete das gut eingespielte Musikschulteam mit Dr. Stephan Einsfelder (Klavier und Keybord), Michael Solzmann, Timon Sültenfuß (Akkordeon) und Christian Janorschke (Bassgitarre). "Ich ziehe den Hut vor dem gesamten Langenfelder Ensemble, das sich so in die Kultur und Geschichte meines Landes hineinvertieft hat. Das Thema Urlaub verbindet unsere Völker", lobte Zvonko Pleæa, Generalkonsul der Republik Kroatien.

Quelle: RP
 
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