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Langenfeld
Mobile Trupps registrieren jetzt Flüchtlinge

Langenfeld: Mobile Trupps registrieren jetzt Flüchtlinge
FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Nach Registrierung durch Polizei-Einheiten aus Köln und Bonn werden die Asylbewerber auf andere Orte weiterverteilt. Von Thomas Gutmann

Mehrere Mannschaftswagen der Polizei sind gestern vor der KAG-Turnhalle Lindberghstraße vorgefahren. Der Grund ist unspektakulärer, als manch ein Beobachter geargwöhnt haben dürfte: "Einheiten der Bereitschaftspolizei aus Köln und Bonn haben die Registrierung der Asylsuchenden vorgenommen", teilte Langenfelds Stadtsprecher Andreas Voss mit.

Es handelt sich um die dritte Registrierungsaktion seit Einrichtung der beiden Erstaufnahmequartiere Lindbergstraße/Stadtmitte und Turnhalle Parkstraße/Wiescheid. Bei ihrer Eröffnung Anfang August nach überstürzter Anweisung durch das Land hatten Stadt und Kreis die Registrierung noch selbst übernehmen müssen. "Damit die Flüchtlinge nicht extra nach Dortmund gefahren werden müssen, setzt das Land jetzt mobile Polizei-Einheiten für die Registrierung ein", sagt Bürgermeister Frank Schneider (CDU). Vor rund zwei Wochen kam solch ein Trupp erstmals nach Langenfeld. "Die Flüchtlinge sind zwei Tage später auf Orte in ganz Deutschland weiterverteilt worden, Karlsruhe, Dresden, Niedersachsen et cetera", berichtet der Verwaltungschef. Anschließend kam der nächste Schub mit nach Deutschland Eingereisten. "Auch die etwa 140 jetzt Registrierten werden in Kürze weiterverteilt", erläutert Schneider den Vorgang, bei dem sich die beiden Hallen alle zwei bis drei Wochen einmal leeren, ehe sie sich wieder mit neuen Flüchtlingen füllen.

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Zugleich nimmt Langenfeld pro Woche 30 bis 50 zusätzliche Asylbewerber für längere Zeit auf. Diese kommen in einer von inzwischen acht Unterkünften (ohne Erstaufnahmehallen) unter. Dazu zählt ab dieser Woche auch die Bürgerhalle Wiescheid. Zwei weitere Quartiere sind im Bau. Schneider hofft auf ein baldiges Ende des Zustroms: "Auf Dauer kann das keine Stadt verkraften." Zugleich betont er: "Zwischenfälle in den Unterkünften sind uns nicht bekannt. Die Stimmung unter den Flüchtlingen und den vielen ehrenamtlichen Helfern ist gut."

Quelle: RP
 
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