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Monheim
Monheim baut Rathaus für 1,5 Millionen Euro um

Monheim. Ein großzügiger, zentraler Anlaufpunkt soll den Bürgern die Orientierung erleichtern. Start für die Modernisierung ist im Juli. Von Petra Czyperek

Wer im Rathaus den Ausweis verlängern möchte oder Fragen zu den Müllgebühren hat, will seine Anliegen an einer zentralen Stelle erledigen. Das ist bisher nicht möglich. Deshalb soll das Verwaltungsgebäude in drei Etappen bürgerfreundlich und modern umgebaut werden. An der künftigen Information soll zudem ein "Lotse" eingesetzt werden, der den Bürgern den Kontakt zur gesuchten Abteilung herstellt. Auch die Öffnungszeiten werden vereinheitlicht. Der mit 1,5 Millionen Euro veranschlagte Umbau soll im Juli starten, sofern der Rat am 9. März den Baubeschluss fasst. Gebäudemanager Michael Lobe stellt den Politikern zunächst im Fachausschuss am 16. Februar das Konzept vor. Für einen ausreichend großen und attraktiven Anlaufpunkt, der barrierefrei erreichbar sein soll, müsse der bisherige Haupteingang in den Altbau verlegt werden. Vom neu gestalteten Vorplatz sollen dann auch Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen unterhalb des Standesamtes barrierefrei in das Gebäude gelangen. Der jetzige Haupteingang wird geschlossen. Im Foyer entstehen Büros, die sich vom zentralen Eingang gut erreichen lassen. Besucher werden direkt in den Bereich Bürgerservice mit einem zentralen Empfang als Mittelpunkt geführt. Direkt nebenan beraten die Mitarbeiter des Bürgerbüros. Ein Wegeleitsystem gibt außerdem eine erste Orientierung. Im rückwärtigen Bereich des Altbaus (Erdgeschoss) werden Büros angeordnet; insgesamt soll der Flur dort großzügiger werden und es gibt mehr Warte-/Aufenthaltsbereiche für die Antragsteller.

Bereits vor knapp einem Jahr hatte Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) im Stadtrat für den Umbau geworben: "Wir wollen das Rathaus an dieser Stelle für die Bürger schön machen. Es wird unsere neue Chefetage", führte er aus. Folglich dürfe der Umbau "gerne auch etwas kosten". Damals stimmten Peto, SPD und Grüne dafür und beauftragten die Verwaltung, die notwendigen Baukosten zu ermitteln. Doch die finanzielle Seite beunruhigte CDU und FDP. Beide Fraktionen trugen die Entscheidung damals nicht mit. "Ich habe nichts gegen eine Optimierung der Abläufe im Rathaus", machte CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Gronauer gestern noch einmal deutlich. "Ich möchte aber keinen Prunkbau für den Bürgermeister absegnen."

Quelle: RP
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