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Monheim
Monheim hat jetzt einen Malbork-Platz

Monheim: Monheim hat jetzt einen Malbork-Platz
Auf dem neuen Malbork-Platz deuten die beiden Bürgermeister Daniel Zimmermann (l.) und Marek Charzewski auf das Namensschild und die erklärende Zusatztafel. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Grünfläche an der Königsberger Straße/Ecke Brückenschleeweg trägt jetzt den Namen der polnischen Partnerstadt. Von Oliver Huber und Stephan Meisel

Monheim hat jetzt einen Malbork-Platz - benannt nach der polnischen Partnerstadt. Bei der feierlichen Namenstaufe der von einem schmuckvoll gestalteten Stein gezierten Grünfläche an der Königsberger Straße/Ecke Brückenschleeweg sagte Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann: "Auf einem Platz treffen sich Menschen. Und das ist auch der eigentliche Sinn einer Städtepartnerschaft." Sein Amtskollege Marek Charzewski aus der seit 2005 mit Monheim offiziell verbundenen Stadt in Nordpolen stimmte ihm zu: "Dies soll ein Platz der Freundschaft sein."

Der Malborker Balbiny-Chor (l.) sowie der Monheimer Kinder- und Jugendchor (r.) umrahmten die Namenstaufe musikalisch. FOTO: Norbert Jakobs

Auf der Bühne stimmten zunächst der Malborker Balbiny-Chor und danach der Monheimer Kinder- und Jugendchor musikalisch auf den offiziellen Teil der Namensgebung ein. Die beiden Bürgermeister enthüllten ein Straßenschild "Malbork-Platz" mit der Zusatztafel: "Malbork, ehemals Marienburg, Stadt in Nord-Polen, seit 2005 Partnerstadt von Monheim am Rhein". Außerdem präsentierten sie den schmuckvoll gestalteten Stein, dem zu entnehmen ist, dass Malbork 883 Kilometer von Monheim entfernt ist. Seine Krone schmücken Zinnen der dortigen Marienburg, die zum Weltkulturerbe zählt. Im Mittelalter war sie der Hauptsitz des Deutschen Ordens. "Einst deutsch und heute polnisch stehen wir hier im Zeichen der Freundschaft", betonten beide Bürgermeister.

FOTO: Norbert Jakobs

Monheim unterhält insgesamt sechs Städtepartnerschaften. Erst im Mai hatte der Grünzug zwischen Geschwister-Scholl- und Bregenzer Straße den Namen Atasehir-Park bekommen; benannt nach dem Istanbuler Stadtbezirk, mit dem Monheim vor zwei Jahren eine offizielle Städtepartnerschaft besiegelt hatte. Wie schon Wiener Neustadt im Österreich-Viertel sollen auch die Partnerstädte Tirat Carmel (Israel) und Bourg-la-Reine durch Straßennamen gewürdigt werden. Am Waldbeerenberg entsteht gerade ein Viertel mit israelischen Straßennamen. Neben einer Tirat-Carmel-Straße dort vier für Israel bedeutsame Persönlichkeiten in einem Straßennamen verewigt: die beiden ehemaligen Ministerpräsidenten Israels und Friedensnobelpreisträger Menachem Begin (1913-1992) und Yitzhak Rabin (1922-1995), die ungarische Widerstandskämpferin Hannah Szenes (1921-1944) sowie Henrietta Szold (1860-1945), eine bedeutende Aktivistin des früheren Zionismus. Ein Frankreich-Viertel soll als nächstes folgen. Verbindung wird die Europa-Allee sein.

Quelle: RP
 
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