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Monheim
Monheim will beide Rathauscenter kaufen

Monheim: Monheim will beide Rathauscenter kaufen
In aufwändigen Verhandlungen und gestützt durch Gutachterverfahren hat die Stadt den Ankauf der beiden Rathauscenter-Komplexe vorbereitet. FOTO: Matzerath
Monheim. Rat entscheidet im Dezember auch über den Erwerb des Baumberger Einkaufszentrums. Es geht um 36,6 Millionen. Von Petra Czyperek

Die Verträge sind gemacht, jetzt muss nur noch der Stadtrat in seiner Sitzung am 20. Dezember zustimmen. Für 35 Millionen Euro sollen die beiden Rathauscenter I und II im Januar den Besitzer wechseln. Die Phoenix Development GmbH und die Stadt Monheim sind sich darin einig geworden. In weiteren Verhandlungen wurde außerdem der Ankauf des Baumberger Einkaufszentrums für 1,6 Millionen Euro von der Erbengemeinschaft Hunnenberg vorbereitet.

Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) möchte künftig alle Innenflächen des Rathauscenters in Verkaufsräume umwandeln. Die Gänge fielen somit weg und könnten in viel größere zusammenhängende Läden als bisher umgebaut werden. Solche Flächen seien inzwischen sehr gefragt, könnten aber in Monheim "derzeit überhaupt nicht angeboten werden", sagte der Bürgermeister. Im Center II über der Tiefgarage soll das Gebäude außerdem um zwei Büroetagen aufgestockt werden. Auf dem Dach sind begrünte Gärten vorgesehen. Und die Tiefgarageneinfahrt soll vom Busbahnhof zum Berliner Ring hin verlegt werden.

Mit dem Umbau möchte Zimmermann auch die Trennung zur Heinestraße und zum Eierplatz aufheben. Zwei offene Durchgänge verbinden die Fußgängerzone mit dem Busbahnhof. Chefplaner Thomas Waters nennt die Pläne des Büros "RKW Architektur +" einen "großen Wurf". Sie ergänzten den für Sommer 2018 vorgesehenen Umbau der Heinestraße. Wie in der Stadtmitte soll die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) auch in Baumberg das Einkaufszentrum erwerben. Man wolle in die Zukunft investieren, machte Wirtschaftsförderin Estelle Dageroth deutlich. Zumindest für die beiden Rathauscenter ist es laut Bürgermeister Zimmermann vorgesehen, dort zukünftig das Center-Management zu übernehmen. Die erste öffentliche Beratung ist am 6. Dezember im Haupt- und Finanzausschuss. Das Vorgehen der Stadtspitze stößt auf zwiespältige Reaktionen. Lobt Lucas Risse von der Peto-Mehrheitsfraktion die "ideale Lösung" und sagte, jetzt könne man machen, was in den letzten Jahren versäumt wurde, hält auch Markus Gronauer (CDU) die Umgestaltung für "eine gute Sache". O-Ton: "Besser so, als dass das Geld für Peto-Kinkerlitzchen ausgegeben wird." Manfred Poell (Grüne) erklärt, zwar seien die Liegenschaften problematisch und müssten optimiert werden, aber: "Das muss die Stadt nicht unbedingt selber machen." Er schlägt vor, in Ruhe zu prüfen, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt. Das findet auch Werner Goller (SPD): "Hier wird Druck erzeugt, der nicht unbedingt nötig ist." Ulrich Anhut (FDP) sieht die Entscheidung skeptisch: "Ich habe Bedenken, dass die Stadt sich da so einmischt. Das entspricht nicht unserer Politik."

Quelle: RP
 
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