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Monheim
Monheimer Gymnasiasten spenden für Flüchtlinge

Monheim. OHG-Schüler geben 220 Euro für Ferienaktionen. Morgen erhält die Schule für ein weiteres Projekt den städtischen Integrationspreis.

"Was bedeutet Erinnerung für Dich?" Unter diesem Titel hatten Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in der Adventszeit zu einer Ausstellung mit selbst gestalteten Kunstwerken eingeladen. "Dabei kam ziemlich schnell die Idee auf, mit den Einnahmen aus dieser Ausstellung die örtlichen Flüchtlingskinder zu unterstützen", erinnert sich Susanne Dierdorf. Und mit kreativer Arbeit sollte die Hilfe natürlich möglichst auch etwas zu tun haben. So kam die Monheimer Kunstschule mit Leiterin Katharina Braun ins Spiel, zu der OHG-Kunstlehrerin Anna Brockmann Kontakt aufnahm.

"Wir haben uns gedacht, dass unsere Erinnerungen ja vor allem mit sehr viel positiven Dingen etwas zu tun haben", erläutert Charlotte Stapper, die wie Mitschülerin Susanne Dierdorf die Q2 des Otto-Hahn-Gymnasiums besucht. "Bei vielen Flüchtlingen dürften solche Erinnerungen wohl weit weniger positiv ausfallen."

Das soll sich nun auch mit Unterstützung der OHG-Schüler zum Besseren ändern. 220 Euro konnten Anna Brockmann und die engagierte Mutter Alexandra Dithmer kürzlich an Katharina Braun übergeben. "Das Geld werden wir nutzen, um Flüchtlingskindern die Teilnahme an unseren Ferienangeboten zu ermöglichen", sagt die Leiterin der städtischen Kunstschule. Und wer dort schon einmal mitgemacht weiß, dass anschließend tatsächlich sehr viele positive Erinnerungen bleiben.

Dank seines Einsatzes für Flüchtlinge erhält das Otto-Hahn-Gymnasium auch den Integrationspreis der Stadt Monheim. Bereits seit mehr als zwei Jahren organisieren OHG-Schüler immer freitags Fußballspiele mit Asylbewerber-Kindern der Unterkünfte an der Niederstraße. Als "besonders bemerkenswert" wertet es Rathaussprecher Norbert Jakobs, dass die nun mit dem Integrationspreis gewürdigte Idee "lange vor den großen Flüchtlingsströmen geboren wurde".

Für die OHG-Schüler Lisa Schlitt, Justin Prensena, Erik Neumann, Tim Hundshagen, Ricardo Freyer und Joshua Ritter war es laut Jakobs in der Startphase des Projektes herausfordernd, sprachliche und kulturelle Hindernisse zu überwinden und die Zielgruppe, Kinder und Jugendliche aus den Übergangswohnheimen, auf die geplanten Aktivitäten aufmerksam zu machen. Inzwischen wird in der OHG-Halle neben Fußball auch noch Tanz für die Asylbewerber angeboten. Damit soll verstärkt auch Mädchen die Chance zum Mitmachen gegeben werden.

Am morgigen Donnerstag wird nun der mit 1000 Euro dotierte Preis im Ratssaal des Rathauses übergeben. Die Feierstunde schließt an die um 18 Uhr beginnende Sitzung des Integrationsrates an. Musikalisch umrahmt wird das Ganze von der Big-Band des Otto-Hahn-Gymnasiums.

(gut/elm/mei)
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