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Monheim
Monheims Biotonne noch günstiger

Monheim. Die Nutzung der Biotonne wird für Monheims Bürger im neuen Jahr attraktiver. Der Rat der Stadt hat beschlossen, den Inhalt der Braunen Tonnen ab 1. Januar 2016 nicht mehr zu verwiegen. Das teilte Stadtsprecher Norbert Jakobs mit. Mit Gültigkeitsbeginn des neuen städtischen Abfallkalenders 2016 wird damit pro Leerung nur noch eine Pauschalgebühr von einem Euro für den 120-Liter-Behälter und von zwei Euro für die 240-Liter-Tonne erhoben. Zugleich werden die Leerungsintervalle verkürzt. Von April bis Oktober - also in der kompletten Vegetationsphase - werden die Monheimer Biotonnen wöchentlich gelehrt. Bisher galt dies nur für die heißen Sommermonate von Juli bis August. Von November bis März bleibt es beim 14-Tage-Intervall.

Die Intention ist klar. Die Stadt wünscht sich eine noch stärkere Nutzung der Biotonne, um vor allem den Wertstoffhof und die saisonale Grünschnitt-Sammelstellen wie auf dem alten Shell-Parkplatz zu entlasten. Im Jahr 2013 wurde von den insgesamt rund 168.000 möglichen Leerungen weniger als die Hälfte tatsächlich genutzt. Oft blieb die braune Tonne also stehen und Gartenbesitzer fuhren ihren Grünschnitt lieber mit dem Auto zu den kostenfreien Annahmestellen. Diesen Weg kann man sich, bei ausreichend bemessener Tonne, nun wohl häufiger mal sparen. Nach bisherigem Nutzungsverhalten sparen die Besitzer von 120-Liter-Gefäßen zudem künftig 41,50 Euro Wiegekosten, die der 240-Liter-Behälter gegenüber 2013 sogar rund 76 Euro. Bequemer ist das neue Verfahren obendrein, denn der Bioabfall wird zur Weiterverwertung direkt abgeholt.

Und wer doch mal so viel Grün hat, dass es die Braune Tonne nicht mehr fasst: Der Wertstoffhof ist dienstags und donnerstags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Dort können auch größere Mengen Laub oder Astschnitt problemlos abgegeben werden. Weitere Auskunft gibt es bei der Abfallberatung im Rathaus, Zimmer 246, Telefon 02173 951-626 sowie auf www.monheim.de/abfallentsorgung im Internet.

Die meisten Monheimer, so die Stadt, sind vorbildliche Mülltrenner. Das sei eine positive Folge des beim Restmüll angewandten Verwiegesystems. Im Stadtgebiet werden die "Grauen Tonnen" seit 2001 vor jeder Leerung verwogen. Das Gesamtmüllaufkommen hat sich seitdem nicht wesentlich verändert. Aber es haben erhebliche Verschiebungen in Richtung der gebührenfreien Angebote stattgefunden. Der Wertstoffhof Am Knipprather Busch ist gut angenommen. Und das führt zu respektablen Sammelquoten. So hat der Kreis Mettmann ermittelt, dass in Monheim beispielsweise etwa doppelt so viel Elektroschrott gesammelt wird wie in den übrigen kreisangehörigen Städten. Die Abgabe kostet dort nichts.

(og)
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