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Monheim
Monheims Rheinanleger ist da

Monheim. Ein Großkran montierte den Rheinanleger. Jetzt muss die Technik installiert werden. Von Sabine Schmitt

Der Kran war von weitem zu sehen. Kein Wunder: Denn wer einen XXL-Steg montiert, braucht auch einen XXL-Kran. Einen 500-Tonnen-Autokran. Der Riesenkran hob die Riesenbauteile für den Schiffanleger bei Rhein-Kilometer 713 in Position. In den nächsten Tagen soll es weitergehen. Ohne Riesenkran. Der ist schon wieder weg.

Vom Ufer soll ein rund 70 Meter langer Steg aus zwei Brücken in den Fluss ragen. Der Steg wird am Ufer befestigt. Er ruht im Wasser auf einem Zwischen- und einem Anlegeponton. Den Anlegeponton für die Schiffe bringen die Montage-Experten jetzt schwimmend in Position. Die Installation des Zwischenpontons war aufwendiger. "Eigentlich wollten wir diese Plattform einschwimmen lassen", erklärte Andreas Apsel, Bereichsleiter für Straßen und Kanäle der Stadt Monheim. Doch der Rheinpegel machte das Vorhaben zunichte. Der Kölner Pegel zeigte nur 2,25 Meter. Deshalb liegt der Zwischenponton nun auf dem Trockenen, was eindrucksvoll die Größe des Anlegers offenbart. Die Pläne dafür hatten in der Vergangenheit über die Stadt hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt: Charter- und Flusskreuzfahrtschiffe bis zu 135 Metern Länge sollen dort einen Liegeplatz finden.

Dazu wird die Anlage Liegeplatz für wichtige Monheimer Boote: Feuerwehr, DLRG und die Fähre Piwipper Böötchen sollen hier anlegen. Heiner Müller-Krumbhaar vom Verein Piwipper Böötchen zur Größe des Zwischenpontons: "Es ist sieben Meter breit, siebzehn Meter lang und drei Meter hoch." Das Zwischenponton wiegt etwa 40 Tonnen, die Landbrücken je 17 Tonnen."

Nach der Montage muss die Technik installiert werden. Damit Schiffe mit größerem Tiefgang problemlos anlegen können, muss der Rhein in Höhe des Anlegers vertieft werden.

Die Eröffnung des Steigers ist für den 28. September geplant. Organisatorin Maximiliane Richtzenhain von der Monheimer Wirtschaftsförderung verriet, dass es dann eine Flussrundfahrt geben soll. Für Heiner Müller-Krumbhaar vom Piwipper Böötchen steht fest: "Der Anleger wird toll." Bevor der aber zu nutzen ist, brauche es noch Übung. Für die nächste Saison will der Verein das Piwipper Böötchen verändern. "Es wird so umgebaut, dass es mit beiden Seiten anlegen kann. Das spart Zeit", erklärte Müller-Krumbhaar.

An Schönwetter-Tagen Wetter schippert das Böötchen bis zu 1000 Leute über den Rhein. Mehr geht aktuell nicht. Mit neuer Anlagetechnik schon. Das Zwischenponton soll später auch für Spaziergänger geöffnet werden. Gesamtkosten für das Projekt: etwa 1,4 Millionen Euro.

Quelle: RP
 
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