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Monheim
Moscheebau: Pfarrer wertet Zuschüsse als gutes Zeichen

Monheim. Als "ein gutes Zeichen für Integration" wertet der katholische Pfarrer Burkhard Hoffmann die von der Peto im Stadtrat beschlossenen Zuschüsse an die beiden islamischen Gemeinden.

Auch wenn sich "über die Höhe" von je 420.000 Euro für den Grunderwerb zum Bau zweier Moscheen "streiten ließe", sagte Hoffmann der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die Stadt fördere auch Kirchen und Sportvereine. Die "Ditib-Türkisch Islamische Gemeinde zu Monheim" und die "Islamische Gemeinde in Monheim und Umgebung" erhalten das Geld unter Auflagen: Minarette auf dem ehemaligen Freibad- beziehungsweise Menk-Gelände dürfen nicht höher werden als 25 Meter.

Zudem haben die Gemeinden ein Bekenntnis zu Verfassungstreue und Toleranz abzulegen. Hoffmann verteidigte die türkische Gemeinde gegen Kritik, sie werde von Ankara aus gesteuert. Die Anbindung der einzelnen Ditib-Gemeinden an die Religionsbehörde in der Türkei sei sehr unterschiedlich und die Monheimer Moscheegemeinde "ziemlich unabhängig". Mit ihr pflege die katholische Gemeinde seit zehn Jahren Kontakte. Dazu gehörten regelmäßig interreligiöse Dialoge und besondere Aktionen.

"Es ist ganz wichtig, dass man voneinander weiß", so Hoffmann. Voraussetzung für die Integration sei überdies, dass Muslime wie Christen ihre jeweilige Identität leben können.

(mei/kna)
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