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So Helfen Eltern In Der Schule (1)
Mütter organisieren die Schulbücherei

Langenfeld. Zwei Treppen runter und eine Tür auf. Dann wird es hell. Überall weiße Regale, eine große Fensterfront, eine weiße Theke. Eine Schulbücherei im dunklen Keller. Das war einmal. In der Schulbücherei des Otto-Hahn-Gymnasiums ist es hell und freundlich. Und freundlich geht es dort auch zu. Hinter der Theke sitzen an einem Donnerstag Dagmar Delahaye und Alexandra Dieterle. Die beiden sind die Mütter von Schülerinnen des Monheimer Gymnasiums - und ohne sie würde es hier wohl nicht so laufen, wie es läuft. Von Sabine Schmitt

Während sich in den Pausen Schüler um die Ausleihe kümmern und ausgeliehene Bücher wieder annehmen, sind die beiden Mütter die Organisationstalente im Hintergrund. Einmal im Monat sollten sie kommen und in der Schulbücherei aushelfen. Das war mal der ursprüngliche Plan. Doch inzwischen sind sie eigentlich jede Woche da, sagt Dagmar Delahaye. Es gibt immer etwas zu tun. Die beiden Mütter erfassen jedes neue Buch am Computer, ordnen es einer Kategorie und einer Altersklasse zu. Sie binden Bücher ein, kleben Etiketten darauf. Das alles ist ganz wichtig. Denn ohne System funktioniert so eine Bücherei nicht. Und auch ein bisschen Erfahrung kann bei dem Job nicht schaden. Viel Erfahrung erst recht nicht.

Als die ältere Tochter von Dagmar Delahaye aufs Gymnasium am Berliner Ring kam, war für sie klar, wo sie helfen möchte: in der Schulbücherei. Das war vor zehn Jahren. Dagmar Delahaye liebt Bücher und gehörte damals auch schon vier Jahre lang zum ehrenamtlichen Team der Bücherei von St. Gereon. Die studierte Betriebswirtin sagt: "Organisation ist mein Ding." Vor etwa zwei Jahren, als die Schulbücherei auch gerade renoviert und neu eingerichtet worden war, holte Dagmar Delahaye sich dann die Übersetzerin Alexandra Dieterle ins Boot.

Seitdem machen die beiden den Job zusammen. Warum sie das machen? Ihr sei Sprache sehr wichtig, sagt Dagmar Delahaye. "Ich möchte Kindern die Möglichkeit eröffnen, über das Lesen einen Einstieg in die Wortfülle der deutschen Sprache zu finden."

Und nicht selten sind auch die Tipps der Bücherei-Mamas gefragt. Dagmar Delahaye hat 80 Prozent der Bücher, die in den Regalen stehen auch selbst gelesen. Und auch mit Neuerscheinungen kennen die beiden sich bestens aus: Sie wälzen Kataloge von Verlagen, gehen mit Schülern Wunschlisten zu Neuanschaffungen durch. Ein Highlight: Im Oktober wollen sie mit den Schülern und der für die Bücherei zuständigen Lehrerin Swapna Panamthottathil nach Frankfurt zur Buchmesse fahren.

Quelle: RP
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