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Zugabe Unser Senf Zum Wochenende
Muss die "Lotte" wirklich weg?

Langenfeld. Die Entwicklung der Schülerzahlen spricht eine deutliche Sprache: Monheim wächst, und für die Kinder der Neubürger braucht die Stadt moderne Bildungseinrichtungen. Die sind außerdem ein "weicher Standortfaktor" bei der Ansiedlung neuer Firmen. Stadtspitze und Politik tun also gut daran, die Kapazitäten aufzustocken - wie es gerade am Berliner Ring für die weiterführenden Schulen geschieht.

Beim geplanten Neubau an der Krischerstraße hat man alle Anforderungen wie Inklusion, Ganztag und Freizeit berücksichtigt. Herausgekommen ist wirklich ein tolles Schulzentrum. Auch die Leiter jubeln und freuen sich darauf. Wenn, ja wenn nicht der alte Ziegelbau der Lottenschule mit den prägnanten Treppentürmen dafür weichen müsste. Kein Monheimer braucht sich als altbacken, hinterwäldlerisch oder verstaubt beschimpfen zu lassen, wenn sein Herz an dieser Schule hängt. Mehrere Generationen haben schließlich dort das ABC und noch viel mehr gelernt. Zwar versucht die Verwaltung, in ihrer Vorlage für den Rat, eine Brücke zu bauen, indem sie vorschlägt: "Architektonische Merkmale des bisherigen Lottenschulgebäudes sollen im Neubaukonzept erkennbar bleiben". Doch was ist eine Erinnerung im Vergleich mit der greifbaren Wirklichkeit? Unten auf Seite zwei steht ein Satz, den man als "Rettungsanker" auslegen kann: "Eine flexible Anpassung der Schulen ...würde durch einen Beibehalt und eine Erweiterung der beiden Schulen gegenüber einer Neuordnung in einem...verbundenen Grundschulzentrum mit einem wesentlich größeren Aufwand einhergehen." Unmöglich ist es wohl aber nicht!

Quelle: RP
 
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