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Langenfeld/Monheim
Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Langenfeld/Monheim: Nach der Baustelle ist vor der Baustelle
Seit Samstag rollt der Verkehr auf der Autobahn A 542 zwischen Monheim-Süd und Langenfeld-Immigrath wieder in beide Richtungen. Die verbliebene Sperrung von Immigrath bis zur A 3 bleibt noch bis Dezember bestehen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld/Monheim. Die A 542 ist zwischen Monheim-Süd und Immigrath wieder befahrbar. Jetzt startet Umbau der Solinger Straße. Von Stephan Meisel

So, als könnten sie's nicht glauben, rollten etliche Autofahrer am Samstagmorgen über die zuvor gut ein Jahr lang in West-Ost-Richtung gesperrte A 542. Doch es ist wahr: Ab dem Kreuz Monheim-Süd bis zur Anschlussstelle Immigrath ist die sanierte Autobahn befahrbar - wenn auch vorerst nur einspurig.

Und Ende des Jahres soll die insgesamt viereinhalb Kilometer kurze Autobahn bis zum Kreuz Langenfeld mit der Anbindung an die A 3 für den Verkehr freigegeben werden, kündigte Projektleiterin Lidija Jurisic vom Landesbetrieb Straßen NRW an.

Das Konzept von SVK sieht für den Umbau der Solinger Straße zwischen der Rathaus-Kreuzung (linke Grafik l.) und der Abfahrt zur Unterführung (rechte Grafik r.) unter anderem Schutzstreifen für Radler, Querungshilfen und Bäume vor. FOTO: SVK

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: In Langenfeld startet nächste Woche der seit Jahren herbeigesehnte Umbau der Solinger Straße zwischen Rathaus und Bahnunterführung. Nach den Worten des städtischen Verkehrsplaners Franz Frank ist die Befahrbarkeit der A 542 zwischen Monheim-Süd und den beiden Anschlussstellen an der Opladener Straße ("Reusrath") und der Bergischen Landstraße ("Immigrath") Voraussetzung für den Start dieses bedeutsamen Bauvorhabens im Stadtgebiet.

Mit durchschnittlich 20.000 Kraftfahrzeugen am Tag ist dieser Abschnitt der Solinger Straße (L 402) einer der meistbefahrenen Verkehrswege in Langenfeld. Voraussichtlich am kommenden Montag werden Frank zufolge die vorbereitenden Arbeiten losgehen. "Im Spätsommer 2018 soll der Umbau abgeschlossen sein."

Das Erscheinungsbild dieser Einfallstraße in Richtung Stadtzentrum ist zwischen Bahnunterführung und Rathaus unschön. Es gibt auf diesem Abschnitt kaum Bäume, die Fahrbahn ist überdimensioniert, der von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzte Bürgersteig an manchen Stellen viel zu eng und an Hofausfahrten zudem mit etlichen Gefahrenstellen für Radler übersät. Das soll sich nun ändern.

Bereits 2011 hatten die Stadtpolitiker den Grobentwurf des Aachener Ingenieurbüros SVK für einen Umbau einstimmig abgesegnet. Die Ein- und Ausfallstraße zur City soll schöner und sicherer werden. Nach dem Konzept von SVK (siehe die abgebildeten Grafiken) werden auf der Fahrbahn Schutzstreifen für Radler und grüne Überwege für Fußgänger angelegt, außerdem Bäume gepflanzt.

FOTO: Stadt

Wer zu Fuß unterwegs ist, hat wegen der Verlegung des Radverkehrs auf die Fahrbahn künftig mehr Platz auf dem Bürgersteig. Zudem soll es laut Frank Fußgängern leichter gemacht werden, auch abseits der unveränderten Ampelübergänge die Straßenseite zu wechseln. An zwei Stellen wird es Mittelstreifen geben.

Wichtig vor allem für Senioren: Bei der Awo-Begegnungsstätte wird eine neue Verkehrsinsel gebaut. Die zurzeit vorhandenen 97 Längsparkplätze sollen weitgehend erhalten bleiben, wobei teils Ladezonen eingerichtet werden.

Den Großteil der Gesamtkosten von 2,5 Millionen für den Umbau dieser L 402 tragen das Land sowie die Anlieger. Über einen Sondertopf für kommunalen Straßenbau bekam die Stadt einen weiteren Zuschuss bewilligt, so dass aus dem Langenfelder Haushalt 367.500 Euro entnommen werden.

Quelle: RP
 
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