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Langenfeld
Naturfreunde probieren wilde Früchte

Langenfeld: Naturfreunde probieren wilde Früchte
An Sträuchern und Bäumen lässt sich mehr Essbares finden, als der durchschnittliche Fertigjoghurt-Fan denkt. Dies zeigte Regina Thebud-Lassak bei einer Wildfrüchte-Exkursion in Langfort. FOTO: rALPH MATZERATH
Langenfeld. Biologin Regina Thebud-Lassak erklärt in Langfort Schmackhaftes und Giftiges am Wegesrand. Von Nicole Lembach

Bei einem Streifzug durch die Natur gibt es viel zu entdecken. Die Früchte der Bäume und Sträucher lassen sich zu Delikatessen in Einmachgläsern und Flaschen verarbeiten. Jedoch ist Vorsicht geboten: Einige davon sind giftig und gehören nicht auf den Teller. Um essbare von giftigen Früchten zu unterscheiden, bietet die promovierte Biologin Regina Thebud-Lassak seit 40 Jahren Exkursionen an. Sie möchte den Interessenten ihre Artenkenntnis vermitteln, Rezepte vorstellen sowie ihr Hobby mit anderen teilen. Start ihrer jüngsten Exkursion waren die Sträucher und Bäume an der Langforter Straße. Angeboten hatte den Rundgang die Langenfelder Volkshochschule. Acht Teilnehmer entdeckten hier bereits die ersten Früchte, so etwa den Schwarzen Holunder: "Dieser ist besonders im Rheinland verbreitet und lässt sich zu leckeren Marmeladen, Gelees und herben Likören verarbeiten", erklärt Thebud-Lassak. Auf die Frage der Teilnehmer, welche Frucht sie am liebsten mag, antwortet die Fachfrau: "Die Kornelkirsche. Sie gehört zu den Blühgehölzen, kann roh verzehrt werden und ist aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes sehr süß. Man kann aus den Kirschen köstlichen Likör herstellen, was ich sehr gerne in meiner Freizeit mache."

Eine Teilnehmerin entdeckt nach wenigen Schritten den Weißdorn, der essbar ist und dessen Früchte im Spätsommer reif sind. Neben dem Strauch wies Thebud-Lassak auf die Rote Zaunrübe hin: "Seien Sie vorsichtig. Die Früchte und Wurzeln sind giftig. Sie merken, was alles an heimischen Bäumen und Sträuchern wachsen kann. Zwischen essbaren Fruchtsorten finden sich immer giftige. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten."

Zum Abschluss kosteten die Teilnehmer einige selbstgemachte Marmeladen und Liköre und erhielten Rezepte sowie wertvolle Tipps zum Nachmachen. Insgesamt lernten sie viel über wilde Früchte am Wegesrand.

Quelle: RP
 
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