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Baumberg
Neuer Investor für die Aalräucherei

Baumberg. Die Erben von Theodor Ubber verhandeln derzeit mit einem neuen Investor über das Gelände der ehemaligen Aalräucherei an der Klappertorstraße. Als der Notariatsvertrag mit dem ersten Investor aus Düsseldorf unterzeichnet wurde, lebte der Räuchereiinhaber noch, er starb 2007. So lange ziehen sich die Pläne für die Bebauung des Geländes mit sechs Villen in unmittelbarer Rheinlage bereits hin. Verzögert wurde das Bebauungsplanverfahren vor allem durch die Bedenken der Bezirksregierung bezüglich des Hochwasserschutzes. Von D. Schmidt-Elmendorff

Die Auflage, dass für die Villenkolonie eine Tiefgarage gebaut werden muss, die im Hochwasserfall zu fluten wäre, trieb die Baukosten und damit den Verkaufspreis so sehr in die Höhe, dass der Investor keine Käufer fand. Nach einem Jahr erfolgloser Vermarktung warf er im März das Handtuch. "Der erste Investor hatte ohnehin nur mit der aufschiebenden Bedingung kaufen wollen, dass er ein bestimmtes Bauvolumen erreichen kann. Das hat dann aber der B-Plan nicht zugelassen", sagt Dr.

Theo Ubber, Sohn des letzten Räucherbetreibers. Der Jurist hofft nun, dass man mit dem neuen Investor noch vor Jahresende einen Notariatsvertrag aufsetzen kann. Noch sei man nämlich nicht vertraglich gebunden, sondern handele rein auf Basis gegenseitigen Vertrauens. Der neue Investor, der natürlich auf Grundlage des vorhandenen B-Plans agiere, sei aber "offenbar erfolgreich". Theo Ubber muss mehrfach in der Woche Gelände und Gebäude begehen, um nach dem Rechten zu sehen.

"Alles verfällt allmählich", sagt der 61-Jährige. Dass die Stadt nicht erwägt, die Aalräucherei im Rahmen ihres dezentralen Museumskonzepts zu übernehmen, kann er nachvollziehen: "Die Räucheröfen sind zwar noch vorhanden, aber die Hallen sind riesig groß. Das wieder herzurichten, wäre sehr aufwändig."

Quelle: RP
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