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Monheim
Neuer Kradepohl behält alte Blickfänge

Monheim: Neuer Kradepohl behält alte Blickfänge
Nach diesem Entwurf soll der Verkehr auf dem Kradepohl gebündelt, sollen Park und Platz zu einer Grünfläche zusammengeführt werden. Eiche, Brunnen, Vereinsbaum und Mahnmal bleiben erhalten. Hinten rechts die Altstadtkirche. FOTO: Fischer
Monheim. Monheims Stadtplaner haben zwei Varianten für die Neugestaltung wichtiger Altstadtplätze vorgeschlagen. Von D. Schmidt-Elmendorff

Beim Gutachterverfahren zur Neugestaltung der Altstadtplätze wurden die Bürger im Rahmen zweier Workshops intensiv beteiligt. Da zahlte es sich für die Architekturbüros aus, wenn sie deren Anregungen tatsächlich in ihre Entwürfe einfließen ließen. Wenn jetzt die Stadtplanung empfiehlt, die Planergruppe Oberhausen mit der Entwurfsplanung für den Alten Markt zu beauftragen, spielt dabei auch eine Rolle, dass für das Büro "die Wünsche der Bürger von vorneherein Priorität" hatten. Überdies konnte die Planergruppe in der städtischen Bewertungsmatrix bei den meisten Kriterien, die den Oberthemen Städtebau, Verkehr und Gestaltung untergeordnet waren, 100 Prozent für sich verbuchen.

Die Planergruppe schlägt vor, den Verkehr an der Nordseite des Platzes vorbeizulenken und die Außengastronomie auf der Südseite in Anbindung an die Lokale zu konzentrieren. "Das Verkehrsflächen werden optimiert und die Aufenthaltsflächen vergrößert", heißt es in der Bewertung. Die Aufenthaltszonen unter den Linden und vor "Spielmann" und Schülercafé sowie dem Zollhäuschen/Zollhaus werde durch neue Sitzmöbel aufgewertet. Der Höhenunterschied vor dem Spielmann werde durch eine Stufe, in die eine "Stadtbank" integriert wird, überwunden, so Stadtplaner Robert Ulrich. Während die Kugelrobinien weichen sollen, weil sie die Blickachse zum Rhein behindern, sollen neue Bäume auf den Außenterrassen gepflanzt werden, die im Sommer Schatten spenden. Brunnen und Wegekreuz bleiben erhalten, werden lediglich von Bewuchs befreit. Der Platz unter den Linden wird als wassergebundene Decke ausgeführt. "Das erleichtert auch die Wasserversorgung der großen Bäume", so Ulrich. Offen sei noch die Entscheidung über das Material. Die Oberhausener hatten roten Klinker vorgeschlagen.

Bezüglich der Neugestaltung des Kradepohls geben die Stadtplaner dem Entwurf des Büros Fischer Landschaftsarchitektur den Vorzug. Der Verkehr wird hierbei nur noch über eine Straße westlich am Platz vorbeigeführt, um die Eiche und den Park um das Gewaltopfer-Mahnmal zu einer Grünfläche zusammenzuführen. Den einstigen Straßenraum nimmt künftig ein geradlinig angelegtes Staudenbeet ein. Die Beete sind mit Betonstreifen eingefasst, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit dienen. Die asphaltierte Straße und der in Naturstein gepflasterte Platz sollen sich vor allem optisch voneinander abheben, aus Gründen der Barrierefreiheit wird auf etwaige Stufen oder Borde verzichtet. Die Planer haben die starke Verbundenheit der Bürger zu Brunnen, Baum und Vereinsmast berücksichtigt, lobt die Stadt. "Den sensiblen Umgang mit der Historie am Kradepohl hat Fischer hervorragend gelöst". Auch der evangelischen Kirche habe der Entwurf zugesagt, erklärt Ulrich. In der Bewertung der Stadtplaner setzte sich Fischer mit kleinem Vorsprung gegenüber der Planergruppe Oberhausen durch.

Quelle: RP
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