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Langenfeld
Neuer Kunstrasen für Fuß- und Football im Jahnstadion

Langenfeld: Neuer Kunstrasen für Fuß- und Football im Jahnstadion
Der marode Kunstrasenplatz am Jahnstadion soll erneuert werden. Dirk Marx zeigt den strapazierten Zustand der Spielfläche. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. Der marode Platz am Jahnstadion, den der VfB Langenfeld und die Longhorns nutzen, wird für 375.000 Euro saniert. Von Stephan Meisel

Der marode Kunstrasenplatz am Jahnstadion soll noch in diesem Sommer erneuert werden. "375.000 Euro sind hierfür veranschlagt", sagt Dirk Marx aus dem städtischen Gebäudemanagement. Er hoffe, dass die beauftragte Fachfirma noch im Juni mit den Arbeiten beginnt. "Bei einer Bauzeit von sechs bis acht Wochen soll im August alles fertig sein."

Der klägliche Zustand dieses Kunstrasenplatzes ist unbestritten. Training und Spielbetrieb der Longhorns-Footballer sowie der VfB-Fußballer beanspruchen den 1999 verlegten Boden stark, hatte Sportamtsleiter Carsten Lüdorf den Stadtpolitikern vor deren Beschluss Anfang 2016 dargelegt. Vor allem das Football-Training habe dem nach Lüdorfs Worten "sehr harten" Grün zugesetzt. "Dieser Platz ist dringend sanierungsbedürftig."

"Immer wieder wurden Teilflächen ausgebessert", sagt Marx. "Anfangs machten das Fremdfirmen, später aus Kostengründen der städtische Betriebshof, der mittlerweile bei diesen notwendigen Arbeiten sehr versiert ist." Eigentlich war diese Komplettsanierung erst für 2018 vorgesehen, während dieses Jahr der 2004 verlegte Kunstrasenplatz von Germania Reusrath erneuert werden sollte.

Doch die Stadtpolitiker folgten dem Verwaltungsvorschlag, diese beiden jeweils mit 375.000 Euro im Haushalt eingeplanten Vorhaben zu tauschen. So müssen sich die Reusrather bis nächstes Jahr gedulden; indes ist deren Platz auch auf einem neueren Stand der Technik.

Der Kunstrasenplatz an der Jahnstraße war laut Marx der letzte in Langenfeld, der ausschließlich mit Sand gefüllt worden war. Bei den nach 2000 angelegten Plätzen sei zusätzlich über der Sandschicht Gummigranulat in den Boden eingebracht worden. "Es muss bei der Pflege darauf geachtet werden, dass dieses Granulat nicht verklumpt." Denn dann kann es teuer werden: Letztes Jahr musste auf dem erst 2009 erneuerten Kunstrasenplatz von TuSpo Richrath das Gummigranulat ausgetauscht werden, weil ausgetretene Weichmacher die Streusel in bis zu zwei Zentimeter dicke Häufchen verklumpt hatten.

An der Jahnstraße soll dies verhindert werden. Die beauftragte Fachfirma wird Marx zufolge den abgenutzten Belag einschließlich des Sands entfernen. Die zwölf Millimeter dicke Elastikmatte darunter werde weiterverwendet, fallweise ergänzt. Auf den neuen Kunstrasen werde anschließend Sand und danach Gummigranulat aufgetragen. Die für sie notwendigen Markierungen bekommen abschließend sowohl die VfB-Fußballer als auch die Longhorns-Footballer. Außerdem soll künftig ein umlaufender Zaun Kaninchen abhalten, die in der Vergangenheit laut Marx den Kunstrasen immer wieder durchlöchert hatten. Und zwischen dem Platz und dem Jahnstadion wird ein Ballfangzaun errichtet.

Nach Lüdorfs Angaben ist das von Laufbahnen umgebene Spielfeld mit Naturrasen im Stadion, das vor allem Footballer und SGL-Leichtathleten nutzen, "in einem guten Zustand". Obwohl der Untergrund nicht ganz den Normen entspreche, sei der Platz dank guter Pflege durch den Betriebshof für den Spielbetrieb der Longhorns "uneingeschränkt geeignet".

Anders sieht es beim so genannten Tennenplatz (Ascheplatz) aus, auf dem VfB-Fußballer trainieren und auch Betriebssportler kicken. Durch den Neubau des städtischen Großkindergartens steht nur noch die Hälfte dieses maroden Sportplatzes zur Verfügung. Laut Marx wird er 2018 in ein zweites Kleinspielfeld mit Kunstrasen verwandelt. Als gut bewertete Lüdorf den Zustand des bereits bestehenden Kunstrasen-Kleinspielfelds, das die ansässigen Vereine als Ausweichmöglichkeit nutzen. "Bedingt durch die Größe ist es aber nicht für den Spielbetrieb von Jugendfußballern geeignet."

Quelle: RP
 
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