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Langenfeld
Neues Gesprächsangebot für Trauernde auf Friedhof

Langenfeld. Mit einem neuen Angebot will die katholische Pfarrgemeinde St. Josef und Martin trauernde Langenfelder erreichen. Ab sofort sitzt einer ihrer Seelsorger jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr auf der Bank vor der Kapelle des Innenstadt-Friedhofs Auf dem Sändchen und leiht Interessierten, die trauern, sein Ohr.

Es ist ein stiller Ort, dieser Friedhof. Vögel zwitschern. Hektik und Stress bleiben draußen. Rundherum wird überall gepflanzt und gegossen. Doch der Schein purer Idylle trügt. Beim Jäten von Unkraut, beim Vertreiben von gefräßigen Schnecken ist sie bei manchen Friedhofsbesucher oft plötzlich da: diese unsägliche Traurigkeit.

"Das Vermissen und die Erinnerung haben hier ihren Platz im Leben der Zurückgebliebenen", sagt Pastoralreferent Benjamin Floer. In Trauer und Hilflosigkeit, aber auch bei den schönen Erinnerungen, wollen seine Kollegen und er an der Seite der Menschen sein. "Wir nehmen uns einmal die Woche Zeit für Gespräche auf dem Friedhof", sagt Gemeindereferentin Barbara Wortberg. Sie oder ein anderer Seelsorger sitze einfach auf der Bank vor der Kapelle und warte - bei Regen in der Kapelle. "Es braucht kein Telefon, kein Büro und auch keinen Termin für ein Gespräch. Einfach dazusetzen genügt."

Insgesamt gibt es fünf katholische Friedhöfe in Langenfeld. Hinzu kommen der städtische Waldfriedhof, die beiden evangelischen Friedhöfe an der Hardt und in Reusrath sowie der jüdische Friedhof in Richrath.

(gut)
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